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Helga Hauch fertigt filigrane Krippen



Nachts arbeitet sie am liebsten. Dann zieht sich Helga Hauck aus Altenrüthen in ihr Atelier zurück und fertigt filigrane Figuren aus Ton.


Darf man über eine Künstlerin, die besonders durch ihre filigranen, wie zerbrechlichen Darstellungen des Geschehens bei Christi Geburt bekannt ist, sagen, sie arbeite zu einer unchristlichen Zeit? Bei Helga Hauck trifft es aber zu. Von halb zehn Uhr abends bis zwei, drei Uhr morgens zieht sie sich in ihren schöpferischen Phasen in das Atelier im Keller ihres Hauses in Altenrüthen zurück, um dort kleine Wunderwerke aus Ton entstehen zu lassen.

Jesuskind in einem Kranz aus Rosen

„Die Zeit ist geblieben, seit die Kinder klein waren“, sagt sie, die heute längst mehrfache Großmutter ist. Damals fand sie erst nachts die nötige Ruhe – heute kann sie nicht anders. „Ich habe es ausprobiert, aber das ist meine Zeit.“ Bei einer solchen Nachtschicht entstand auch ihr jüngstes Werk. Es zeigt das Jesuskind in Windeln gewickelt in einer Krippe liegend, umgeben von einem Kranz aus Rosen.

Während es in Helga Haucks Haus viele andere ihrer Werke zu bewundern gibt, gehört dieses nicht dazu. Sie hat es eigens für die 75. Ausstellung im Religio, Westfälisches Museum für religiöse Kultur, in Telgte gefertigt. Und das natürlich passend zum Thema „Heute ist uns der Retter geboren“.

„Die Darstellung ist naiv im besten Sinne“, sagt Helga Hauck über dieses, wie über all ihre anderen Werke – an die 1000 mögen es wohl sein. Volkstümlich meint sie damit, jeden ansprechend durch eine eingängige Bildsprache. Die Botschaft „Heute ist uns der Retter geboren“ solle allen offenstehen, sagt die Künstlerin in einer Zeit, deren Herausforderungen etwa durch das Flüchtlingselend sie sich bewusst ist, die sie aber in ihren Werken ausklammert. In der Darstellung der christlichen Botschaft sieht sie einen tröstlichen Gegenentwurf. „Das Schlimme in der Welt muss ich nicht auch noch darstellen“, sagt die Altenrüthenerin. Vielmehr umschreibt sie ihr Schaffen so: „Die Freude und die Liebe, die ich hineingearbeitet habe, soll auch herausschauen.“

Schon in der Jugend lernte Helga Hauck den Werkstoff Ton kennen – und schätzen. Das künstlerische Arbeiten damit wurde quasi zum Gegenentwurf zum technisch geprägten Uhrmacherhandwerk, das sie auf Wunsch ihres Vaters erlernt hat. Der Beruf ist längst aus ihrem Leben gewichen, die Berufung geblieben. Ton ist in hohem Maß formbar, auch lange veränderbar, so lange er nicht gebrannt ist. „Es gibt nichts Schöneres“, findet Helga Hauck. Auch wenn das Arbeiten mit Ton – früher gab sie selbst Kurse darin – gerade nicht en vogue ist.

Entstanden ist in Jahrzehnten ein beeindruckendes Werk. Zwei Zeugnisse davon sind aktuell neben dem Jesuskind im Rosenkranz im Religio zu sehen. Seit 1978 bereichern immer wieder neue, immer wieder wechselnde Arbeiten Helga Haucks dessen Ausstellungen.

Wohl 40 Stunden, schätzt sie, habe sie an dem jüngsten Werk gearbeitet. Wobei diese Arbeit für sie ein Vergnügen bedeutet. Besonders eindrucksvoll sind auch ihre Stallfenster. In die Sprossen der historischen Rahmen hat sie ebenfalls keramische Szenen von Christi Geburt gearbeitet, ebenso aber andere (biblische) Themen. Ihre Spezialität ist außerdem das Darstellen der „Welt in der Schale“. Märchen, Sagen, Heiligenlegenden bilden ein abgeschlossenes Ganzes, die Schale dient quasi als Rahmen. Nicht nur der Betrachter jedoch ist immer wieder überrascht von solchen Welten im Kleinen. Helga Hauck geht es nicht anders – das liegt vor allem an den Farbgebungen. 200 Glasuren, mit denen sie ihre Arbeiten koloriert, hat sie. Und kein Farbton ist nach dem Brennen wie zuvor. „Wenn ich den Ofen öffne, ist das jedes Mal wie Weihachten für mich. Überraschend ist, wie die Farben geworden sind.“

Armin Obalski - derwesten.de



Altenüthener retten ihre Dorfkneipe



Der Verein Dorfgemeinschaft Altenrüthen übernimmt die einzige Kneipe im Ort, die seit Juli geschlossen ist. Betrieben wird sie mit rein ehrenamtlichen Helfern.

Viele Altenrüthener sind es leid. Ihnen fehlt ein regelmäßig geöffneter, für jeden zugänglicher Treffpunkt – also eine Dorfkneipe. Das wird sich ändern. Die als Verein gegründete Dorfgemeinschaft übernimmt die Braustube und eröffnet sie Anfang Februar in eigener Regie. Betrieben wird sie ausschließlich ehrenamtlich von Mitgliedern des Vereins.
Nach einigem Auf und Ab sowie einem Eigentümerwechsel der Immobilie hat die Braustube seit Ende Juli geschlossen – endgültig, wie viele Altenrüthener zunächst befürchteten. Dass dem nun nicht so ist, ist engagierten Dorfbewohnern um Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx zu verdanken. Er wurde im Oktober bei der Vereinsgründung auch zum Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft gewählt. Seitdem hat er mit seinen Vorstandskollegen Silvia Montag, Beate Wolf, Hartmut Modes und Andre Lips hinter den Kulissen verstärkt am Ziel der Wiedereröffnung der einzigen Kneipe im Dorf in Eigenregie gearbeitet. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung präsentierten sie Konzept und Terminplan.

Zwei Säulen braucht das Projekt, damit es ein Erfolg wird: Die Bereitschaft möglichst vieler Altenrüthener – und natürlich auch auswärtiger Gäste, die in dem öffentlichen Treffpunkt ebenso willkommen sind – das Angebot anzunehmen. Und dazu viele Helfer, um den ehrenamtlichen Betrieb zu übernehmen. „Wir hoffen auf eure Unterstützung vor und hinter der Theke“, fasste Wiegelmann-Marx dies einprägsam zusammen.

Starten soll der Kneipenbetrieb am 4. Februar. Dann ist Weiberfastnacht, so dass sich schon alleine vom Termin her beste Startvoraussetzungen ergeben. Damit die Frauen feiern können, erklärten sich mit Günter Schreiber und Josef Wiegelmann-Marx spontan zwei gestandene Männer bereit, an diesem Tag den Thekenbetrieb zu übernehmen. Zunächst ist die Öffnung an zwei Tagen in der Woche geplant: Donnerstags und freitags jeweils ab 18 Uhr. Diese Öffnungszeiten hatten zuletzt auch für den gewerblichen Betrieb gegolten. Abweichende Öffnungszeiten etwa für Versammlungen oder Feiern können nach Bedarf vereinbart werden.

Jeweils zwei Helfer sollen pro Abend im Einsatz sein. Gefragt sind vor allem die Mitglieder der Dorfgemeinschaft. Da der Verein inzwischen aber schon auf 65 Mitglieder angewachsen ist, „muss keiner Angst haben, dass er jede Woche dran ist“, beruhigte Claus Wiegelmann-Marx. Oberstes Prinzip jedoch ist die Freiwilligkeit.

Schon 13 Namen auf der Liste

An dieser dürfte es jedoch kaum mangeln, trugen sich doch bei der Versammlung bereits 13 der nicht gerade zahlreichen Teilnehmer verbindlich in die Liste ein. Die Terminzuteilung übernimmt der Vorstand, Vertretungen dagegen organisiert im Fall einer Verhinderung jeder Diensthabende selbst.

Wesentlich ist auch die finanzielle Seite, doch gestalten sich die Rahmenbedingungen laut Vorstand besser als erwartet. So kam der Hauseigentümer dem Verein bei der Miete sehr entgegen und mit der Warsteiner Brauerei wurde ein Partner gefunden, der so der Vorsitzende ein „exzellentes Angebot“ gemacht habe. Dazu gehört u.a. auch der Einbau einer Fasskühlanlage in einem Raum hinter der Theke. Dadurch kann auf den energie- und daher kostenintensiven bisherigen Kühlraum im Keller komplett verzichtet werden.

Trotzdem: „Wir brauchen 15 000 Euro Jahresumsatz“, nannte Wiegelmann-Marx eine konkrete Zahl, um Miete und Nebenkosten aufbringen zu können. Dies entspreche 25 Hektolitern Bier, die verzapft werden müssten. Eine nach Expertenauskunft realistische Zahl, auch wenn Klaus Müller, Vorsitzender des Schützenvereins, ausrechnete, dass dies im Durchschnitt je Öffnungstag 75 Glas Bier entspreche.

Armin Obalski - derwesten.de


Dorfgemeinschaftshaus geplant

Am Donnerstag, 10. Dezember 2015 um 20.00 Uhr lädt die Dorfgemeinschaft Altenrüthen in das Pfarrhaus ein, um unter anderem das Thema Anmietung der Braustube als Dorfgemeinschaftshaus zu behandeln.


Nikolaus kommt nach Altenrüthen


Am Montag, 07.12.2015 lädt der Sportverein Altenrüthen alle Kinder zu einer Nikolausfeier in die Gemeindehalle Altenrüthen ein. Beginn ist um 16.30 Uhr. Für Getränke und Kekse ist gesorgt. 

Damit der Nikolaus ein Geschenk für jedes Kind hat, sollten die Eltern ihre Kinder bis zum 02.12.2015 anmelden bei:

Katja Müller                     02952/901201
Julia Wiegelmann-Marx   02952/9759062


Gemeinsam nach Düsseldorf




Am Samstag, 05.12.2015 bietet die KFD gemeinsam mit dem Sportverein eine Tour nach Düsseldorf an. Es besteht die Möglichkeit den Landtag zu besichtigen und anschließend die Weihnachtsmärkte in der Altstadt zu besuchen. Abfahrt ist um 08.30 Uhr ab Gemeindehalle Altenrüthen.

Programm

08.30 Uhr   Abfahrt ab Gemeindehalle
10.45 Uhr   Sicherheitscheck im Landtag anschließend Infos und Führung
13.00 Uhr   kleiner Imbiss im Landtag
14.00 Uhr   Erreichen der Altstadt - Zeit zur freien Verfügung / Weihnachtsmärkte
20.00 Uhr   Rückfahrt nach Altenrüthen



Für nur 15,00€ p/P, fällig bei Anmeldung, sichert man sich einen Platz. 


Kriegs- und Terroropfer bekommen ein Gesicht



Um die Menschen hinter den Namen der Kriegsopfer ging es am Volkstrauertag in Rüthen. Die neue Dorfgemeinschaft hatte diese besondere Veranstaltung organisiert.

Zwei Mal im Jahr – bei der Gefallenenehrung beim Schützenfest und am Volkstrauertag – werden ihre Namen öffentlich genannt, sonst aber leben jene Altenrüthener, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben lassen mussten, allenfalls in den Gedanken ihrer Lieben und deren Nachkommen weiter. Und wenn die Namen noch geläufig sein sollten, so fehlt vielen der Nachgeborenen das Gesicht dazu. Karl-Friedrich Hillesheim, Hobbyheimatforscher aus Münster mit Wurzeln in Altenrüthen sorgte dafür.

Bei der ersten öffentlichen Veranstaltung der neu gegründeten Dorfgemeinschaft verstand er es fabelhaft, „Den Gefallenen ein Gesicht (zu) geben“, so der Name seines Vortrags mit dem Untertitel „Hinter jedem Namen steht ein persönliches Schicksal“. Nicht schwer fiel es ihm angesichts dieses schon vor längerer Zeit gewählten Titels seiner Präsentation den Bogen zu den Attentaten in Paris zu schlagen: „Zu jedem der Opfer gehört ein Gesicht, eine Familie“, rief er seine 70 Zuhörer dazu auf, auch dies zu bedenken.

Im Mittelpunkt des Nachmittages aber standen deren ebenfalls durch mörderische Gewalt vor 70 und mehr Jahren ums Leben gebrachte Familienangehörige. 33 Namen Gefallener und Vermisster aus dem Zweiten Weltkrieg stehen auf dem Ehrenmal mitten im Dorf. Nicht berücksichtigt sind Franz Karl Krause und Luise Wozniak. Wie Hillesheim berichtete, sind sie nicht in Altenrüthen geboren, wohl aber hier gestorben, als die Amerikaner Anfang April 1945 den Ort einnahmen. Ihre Gräber finden sich auf dem Friedhof. Auch Willi Möller ist nicht auf dem Denkmal verzeichnet, wird aber im Schützenbuch aufgeführt.

Das Ehrenmal verzeichnet aber 16 weitere Namen: Die Opfer des Ersten Weltkrieges aus Altenrüthen. Noch heute, wussten viele Zuhörer, existiert in vielen Häusern eine Ehrentafel aus Papier, oft schön gerahmt, die diese Gefallenen und dazu alle Kriegsteilnehmer von 1913 bis 1918 aufführt – fast alle mit Bild, fast alle haben somit ein Gesicht. Für die Opfer des Zweiten Weltkrieges hingegen gilt dies nicht.

Mühsam machte sich Hillesheim über Monate an die Arbeit, dies zu ändern. Ihm zur Verfügung gestellte Totenzettel, auf die früher oft auch ein Porträtbild gedruckt wurde, erleichterten ihm die Arbeit ein wenig. So im Fall von Franz Blecke. Diesem kommt eine Sonderrolle zu. Er war das erste Opfer aus Altenrüthen und hatte „am 1. Juli 1941 bei einem Waldgefecht bei Mejtuny“ sein „hoffnungsvolles Leben“ gelassen, so der Totenzettel. Ihm zu Ehren ließ „die Kriegerkameradschaft Drewer-Altenrüthen am 20. Juli 1941 ein Gedächtnishochamt halten und marschierte anschließend zum so genannten Kriegerdenkmal. Dort hielt Lehrer Oel als Schriftführer eine Gedenkrede, anschließend wurde Franz Blecke zu Ehren ein Kranz niedergelegt und eine Ehrensalve geschossen“, berichtete Karl Friedrich Hillesheim.

Wertvolle Momente



Die kleinen, privaten Momente des Erinnerns, das Herstellen von Zusammenhängen, machte diesen Heimatnachmittag besonders wertvoll. So stellte Bernd Henne, Hauptmann des Schützenvereins, erschüttert fest, dass mit Heinrich Steimann, der bis heute offiziell als vermisst gilt, diese Familie offenbar ausgelöscht ist. „Mein Vater und seine vier Brüder sind dagegen alle wiedergekommen. Das ist schon ein besonders emotionaler Moment.“

„Ich hoffe, dass wir mit den Informationen und Bildern der gefallenen Dorfbewohner angemessen gedacht und ihnen ein Gesicht gegeben haben“, erklärte Hillesheim am Ende dieses eindrucksvollen Vortrages. Er und die Dorfgemeinschaft denken nun über eine Möglichkeit zur Veröffentlichung nach.



Armin Obalski - derwesten.de


Altenrüthener gestalten vereint ihr Dorfleben



In Altenrüthen verstärken Vereine und Bürger ihre Zusammenarbeit. Als Dachorganisation haben sie den Verein „Dorfgemeinschaft Altenrüthen e.V.“ gegründet.

Dass die Vereine Altenrüthens gut zusammenarbeiten, beweisen sie durch gegenseitige Unterstützung bei ihren jeweiligen Aktivitäten ständig. Und doch, so die einhellige Meinung, fehlte etwas: Die verbindende Kraft, das Dach für Aktionen, die eigentlich die ganze Dorfgemeinschaft betreffen und das nicht alleine der Ortsvorsteher tragen soll. Die Präsentation Altenrüthens beim Hansetag in Rüthen, der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und der Weihnachtsmarkt im Dorf sind beste Beispiele dafür. Jetzt gibt es Abhilfe: Dorfgemeinschaft Altenrüthen nennt sich allumfassend der Verein, der sich am Dienstagabend gründete.

Wie wörtlich die Gemeinschaft genommen wird, zeigte sich bereits bei der Gründungsversammlung: 28 Altenrüthener – mehr als Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx erwartet hatte – kamen und alle 28 unterzeichneten die Beitrittserklärung. Zuvor war die Satzung festgelegt worden, auf deren Basis die Dorfgemeinschaft Altenrüthen, die den Zusatz e.V. (eingetragener Verein) ebenso anstrebt wie die Gemeinnützigkeit, agiert. Zu ihren Zielen gehört es jenseits aller vorgegebenen Paragrafen, in der Gemeinschaft Veranstaltungen auf die Beine zustellen, die Erlöse daraus aber auch zufriedenstellend für möglichst viele einzusetzen. Auch das war bislang ein Manko: Bei den oben genannten Veranstaltungen wurden Einnahmen erzielt, die der Ortsvorsteher verwaltete, Regelungen für deren sinnvollen Einsatz aber zum Wohl der Dorfgemeinschaft gab es nicht. „Es geht um eine Instanz, die diese Dinge regelt und organisiert“, erklärte Claus Wiegelmann-Marx den Grund der Vereinsgründung, die bis auf kleinere Satzungs- und Beitragsfragen in großer Einigkeit über die Bühne ging.

Alle Vereine im Vorstand vertreten

„Alles außer Straßenbau dürfen wir machen“, fasste Hartmut Modes, der die Gründung mit vorbereitet hatte, zusammen, worum es dem Verein laut Satzung gehen sollte: Förderung der Dorfgemeinschaft, von Brauchtums- und Kulturveranstaltungen, Jugendarbeit und Seniorenhilfe, Landschaftspflege, Umweltschutz und mehr. Die örtlichen Vereine, Verbände und Gruppen, die allesamt der Dorfgemeinschaft angehören und in deren erweiterten Vorstand vertreten sind, können Förderanträge für Veranstaltungen, Feste und Projekte beantragen nach dem vom Ortsvorsteher so formulierten Motto: „Wir haben etwas Wichtiges vor, kriegen es aber alleine nicht gestemmt.“

Der fünfköpfige geschäftsführende Vorstand entscheidet. Seine Besetzung wurde einstimmig festgelegt: Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx ist Vorsitzender, 2. Vorsitzende Silvia Montag, Geschäftsführer Hartmut Modes, Kassiererin Beate Wolf und Beisitzer (einer ist Minimum) Andre Lips. Die Ämter sind jetzt für ein bzw. zwei Jahre besetzt, so dass sich künftig ein alternierender Wahlmodus ergibt. Zum erweiterten Vorstand gehört noch der Ortsheimatpfleger.

Firmen als Mitglieder gewinnen

Mitglieder können, wie es im Fachjargon heißt, natürliche, aber auch juristische Personen werden, womit man auch auf die Unterstützung durch Firmen setzt. Der Beitrag, über dessen Gestaltung es einige Diskussionen gab, hat durchaus ideellen Charakter und ist als Starterpaket zu sehen: Mitglieder unter 16 Jahren, die auch noch kein Stimmrecht haben, zahlen fünf Euro, alle anderen zehn Euro im Jahr. Geprüft werden die Finanzen vorerst von Michael Müller für ein Jahr und Christian Müller für zwei Jahre.

Als „großes Problem im Dorf“ benannte Alfons Wolf die (fehlende) Gastronomie. Darüber, benannte er einen ersten Arbeitsauftrag, solle sich der Vorstand Gedanken machen. Bislang gibt es laut Claus Wiegelmann-Marx die Zusage des Eigentümers der Braustube, diese für eventuelle Lösungen zur Verfügung zu halten.

Armin Obalski - derwesten.de


Kein Platz frei im Pfarrhaus

 

Die Senioren aus Altenrüthen freuen sich, dass es weitergeht mit den monatlichen Seniorennachmittagen. Fünf Frauen sorgen dafür. Am Mittwochnachmittag fand das erste Treffen unter ihrer Regie statt.

Der Laden ist längst Geschichte, das Gasthaus hat geschlossen. Den Menschen, gerade den älteren, fehlt die Möglichkeit, sich zu treffen und miteinander in lockerer Runde zu sprechen. Was in vielen Dörfern der Fall ist, trifft auch auf Altenrüthen zu. Umso mehr freuen sich die Senioren, dass es weitergeht mit den monatlichen Seniorennachmittagen. Fünf Frauen sorgen dafür. Am Mittwochnachmittag fand das erste Treffen unter ihrer Regie statt.

Jeden zweiten Mittwoch im Monat

40 jüngere und ältere Senioren – die Mehrheit Frauen, aber auch einige Männer – waren der Einladung gefolgt, so dass beide Gemeinderäume im Pfarrhaus voll besetzt waren. „Schade, dass es nicht weitergeht“, hatten ältere Mitbürger aus Altenrüthen geäußert, als Toni Köhler die Leitung der Seniorennachmittage abgab. Dies berichtet Gisela Schulte. Sie ist eine der fünf Frauen, die sich ein Herz fassten und dafür sorgten, dass es eben doch weitergeht. Seit gestern ist dies im gewohnten Turnus der Fall, die Treffen finden immer am zweiten Mittwoch im Monat statt.


Mit zum Team gehören neben Gisela Schulte Marlene Bleike, die auch vorher schon dabei war, sowie Hildegard Heine, Monika Herting und Ursula Röttler. Sie decken die Tische ein, kochen Kaffee, schmieren Schnittchen. Nur den „Kuchen, den lassen wir backen“, berichtet Gisela Schulte. Der Seniorennachmittag beginnt stets mit einer Messe. Gestern feierte sie erstmals Pastor Stefan Gosmann, der sich gleich wohl in der großen Seniorenrunde fühlte.

„Mindestens seit 1989“, waren sich die Frauen einig, gibt es die Seniorennachmittage – und immer waren Organisatorinnen da. „Das ist eine gute Möglichkeit, sich zu treffen und auszutauschen“, erklärt Gisela Schulte, warum sie mit dafür sorgt, dass es auch so bleibt. Einige Ortswechsel hat es gegeben, so vom früheren Gemeindetreff schräg gegenüber des Pfarrhauses in den Gesellschaftsraum der Schützenhalle und schließlich nach dessen Umbau ins Pfarrhaus. Weil Toni Köhler zwischenzeitlich erkrankt war, fielen die Treffen von Februar bis Juli 2015 aus, schließlich gab es noch einen Abschluss mit der früheren Leiterin – und nun geht es mit großem Erfolg weiter.

Quelle: Armin Obalski - derwesten.de


Feuer durch Brandstiftung im früheren Altenrüthener Bahnhof




Nach dem Großfeuer im früheren Altenrüthener Bahnhof, der viele Jahre als Diskothek genutzt worden war, hält die Polizei Brandstiftung als Ursache für möglich.

Brandstiftung war vermutlich Ursache des Feuers am Mittwochabend im früheren Altenrüthener Bahnhof an der Kreuzung B 516 und L 735. Dies vermutet die Polizei laut Sprecher Wolfgang Lückenkemper. Gegen 22.15 Uhr hatte ein Zeuge Feuerwehr und Polizei alarmiert, weil er Rauch aus dem Gebäude dringen sah, das viele Jahre als Diskothek genutzt worden war.

Brandexperte ermittelt



Ist Brandstiftung die Ursache? Ein Experte hat Ermittlungen aufgenommen. Foto: Feuerwehr Rüthen
„In dem Gebäude halten sich oft genug Leute auf“, begründet Polizeisprecher Lückenkemper die Annahme, dass es sich um Brandstiftung gehandelt haben könnte. Ein Brandexperte der Kriminalpolizei war am Donnerstag vor Ort. Er stellte fest: Das Feuer brach in einem Raum aus, in dem Matratzen und Müll lagen. Da das Haus von mehreren Seiten frei zugänglich ist und von jedem Fremden betreten werden kann, glaubt die Kripo an Brandstiftung. Ob das Feuer fahrlässig oder vorsätzlich entzündet wurde, sei schwer zu ermitteln.

Unklar ist daher laut seiner Auskunft bislang auch, ob das Haus überhaupt noch eine Stromversorgung hatte und somit ein technischer Defekt infrage käme. Nach ersten Schätzungen liegt der Sachschaden an dem „bereits zuvor schon sehr maroden Gebäude“, erklärt Lückenkemper, im fünfstelligen Bereich. Einsturzgefahr bestehe nicht.

80 Feuerwehrleute im Einsatz / B 516 bis morgens gesperrt



Mit einem Großaufgebot rückte die Feuerwehr der Stadt Rüthen aus. Vor Ort waren die Löschzüge 1 (Kernstadt) und 2 (Löschgruppen Drewer, Menzel und Oestereiden), das Team des Einsatzleitwagens sowie Helfer des DRKs Rüthen. Aus dem Löschzug 3 wurde zudem die Löschgruppe Kallenhardt in das Feuerwehrhaus in Rüthen beordert, um den so genannten Grundschutz für die Stadt sicherzustellen. „Immerhin hätte es ja zeitgleich zu anderen Einsätzen kommen können“, erläutert Feuerwehrsprecher Kevin Teipel. Im Einsatz waren 80 Feuerwehrleute und zwölf Fahrzeuge. Die B 516 war bis zum Morgen gesperrt.

Die Feuerwehr rückte unter Atemschutz aus und suchte mit einer Wärmebildkamera im dem Haus nach Personen. Foto: Feuerwehr Rüthen
„Da das Gebäude regelmäßig von Obdachlosen frequentiert wird, mussten wir davon ausgehen, dass sich Personen im Haus befinden. Daher haben wir umgehend einen Innenangriff vorgenommen und mit einer Wärmebildkamera nach Verletzten gesucht“, berichtet Wehrführer Philipp Büngeler als Einsatzleiter. Es wurden jedoch keine Menschen entdeckt.

Quelle: Armin Obalski - derweilen.de


Gefallenen ein Gesicht geben



Im Anschluss an die die Messe um 11.00 Uhr und die Kranzniederlegung zum Volkstrauertag am Ehrenmal, lädt die Dorfgemeinschaft in die Gemeindehalle Altenrüthen zu einem Vortrag von Karl-Friedrich Hillesheim unter dem Motto "Den Gefallenen ein Gesicht" ein.

Für das leibliche Wohl nach dem Vortrag ist ebenfalls gesorgt.



Schützenausflug 2015

Der diesjährige Ausflug des Schützenvereins Altenrüthen am Samstag, 31.10.2015 geht zur Zeche Zollverein nach Essen. Auf dem zum UNESCO - Welterbe gehörende Gelände bieten wir auch in diesem Jahr ein interessantes und abwechslungsreiches Programm aus Besichtigung, kulinarischen Leckerbissen und Geselligkeit an.

Datum:                     Samstag, 31.10.2015

Abfahrt:                    07.30 Uhr ab Gemeindehalle Altenrüthen
Rückfahrt:                 18.30 Uhr ab Essen mit anschließendem Ausklang in der Schützenhütte

Nähere Infos zu unserem Ausflugsziel findet ihr unter: http://www.zollverein.de


 




Kreuzerhöhung



Auch in diesem Jahr feiern wir das Fest der Kreuzerhöhung am 13.09.2015 um unseren „Herrgott von Altenrüthen“ zu ehren. Dazu treffen wir uns um 09.45 Uhr an der Gemeindehalle um mit einer Prozession zur Pfarrkirche zu ziehen, wo das Hochamt zur Kreuzerhöhung stattfindet. Im Anschluss lädt der Kirchenvorstand zum Frühschoppen ins Pfarrhaus ein. 

Während des Frühschoppens besteht die Möglichkeit sich für den Schützenausflug anzumelden.


 "Super, dass du da warst"




52 Messdiener, zwei Pastöre, ein Pater und fast alle Fahnen von Schützenvereinen, Feuerwehren und Pfadfindern aus allen Ortsteilen Rüthens zogen am Sonntagvormittag gemeinsam in die Meister Schützenhalle ein, um an der Verabschiedung von Pastor Dieter Moors teilzunehmen. Begleitet wurde das letzte Hochamt, das der 51-Jährige im Pastoralverbund Rüthen feierte, vom Musikverein Harmonie Altenrüthen, dem Chor des Pastoralverbundes Cantamus und einem Kinderchor.

Im Jahr 2003 war Pastor Dieter Moors als Nachfolger von Guido Bartels das erste Mal auf die Pastoralverbünde Rüthen Mitte und Rüthen Land getroffen. Sein offizieller Titel lautete Vikar und in seinen Zuständigkeitsbereich fielen vor allem Rüthen, Kallenhardt, Meiste und Kneblinghausen. Zu dieser Zeit gab es noch sieben Geistliche, jedoch veränderte sich das Kirchenwesen in den zwölf Jahren seiner Amtszeit drastisch. So fusionierten die Pastoralverbünde, Moors zog von Meiste in das Pfarrhaus nach Altenrüthen.

Diesen Aufgaben und Veränderungen habe sich Moors laut Bürgermeister Peter Weiken gestellt und sie mit seinem fröhlichen, aber zielgerichteten Wesen gemeistert. Weitere Aufgaben werden ihn mit seinem Umzug nach Giershagen bei Marsberg erwarten, wofür Weiken ihm alles Gute im Namen der Stadt Rüthen wünschte.

In Meiste wurde Moors damals eingeführt und an diesem Ort sollte er auch wieder verabschiedet werden. Offen sprach der Pastor über seine Entscheidung, zu gehen, und wie es dazu kam. „Ich wusste nicht, wie mir geschah“, schilderte er der Gemeinde seine Reaktion auf die Nachricht aus Paderborn. Es sei ihm nicht leicht gefallen, der Bitte des Erzbistums nachzukommen und dieses Zuhause zu verlassen, da ihm viele Menschen ans Herz gewachsen seien. Sein Kollege, Pfarrer Bernd Götze, unterstütze Moors’ Sicht auf die Zukunft mit einem Augenzwinkern. Er könne sich auf Beständigkeit freuen, schließlich werde der Pastoralverbund in vier Jahren erneut fusionieren.

Schmunzelnd gab Götze zu, dass er neidisch sei, denn Moors dürfe in Giershagen bei der Pferdeprozession auf einem Pony reiten. Das sei dort Tradition. Gemeinsam mit Pastor Theo Wiechers, den Gemeindereferentinnen Christa Mertens und Hildegard Langer sowie den Pfarrsekretärinnen Sylvia Rüther, Michaela Schlüter und Martina Gottbrath überreichte er Moors einen hölzernen Kerzenständer, worauf der Heiland von Altenrüthen zu sehen ist. Alle Anwesenden hatten später die Möglichkeit, sich auf dem Holz zu verewigen.

„Einfach super, dass du da warst“, sangen die Kinder aus Meiste und Kneblinghausen unter der Leitung von Hildegard Langer und Elisabeth Happe. Auch die Dreweraner verabschiedeten sich bei dem Pastor, indem sie ihre Wünsche für seine Zukunft auf Zettel schrieben, die an Luftballons hingen. Karl-Heinz Benteler, Ehrenoberst des Kreisschützenbundes, bezeichnete Moors als „großartigen Schützenpastor“ und entließ ihn mit „einem lachenden und einem weinenden“ Auge. Zur Erinnerung an all die schönen Stunden überreichte Benteler eine Schieferplatte, die mit den Wappen aller Schützenvereine der Großgemeinde geschmückt war.

Eine besondere Verbindung teilte Moors außerdem mit den Feuerwehren durch das Patronatsfest der St. Agatha, was in fast allen Orten zelebriert wird. Offenheit, Zuverlässigkeit und Geselligkeit sind die drei Schlagwörter, die Brandoberinspektor Philipp Büngeler dem Pastor zuschrieb. Er lobte ihn für sein Engagement bei Fahrzeugsegnungen und seiner sehr regen Teilnahme an den Jahreshauptversammlungen.

Laut Christoph Adams, der stellvertretend für die Kirchenvorstände sprach, habe Moors den Gemeinden ein Gefühl von Beständigkeit und Sicherheit vermittelt, was nicht selbstverständlich sei: „Man wusste, wie er tickt.“

Abschließend wurden alle Gäste zum Einführungsgottesdienst von Dieter Moors in Giershagen eingeladen. Er findet am Samstag, 12. September, um 17.30 Uhr statt.

Quelle: derpatriot.de


Pastor Moors nimmt Abschied von Rüthen



Seine Abschiedsfeier am 23. August stellt gleichzeitig den Schlusspunkt seiner Arbeitszeit in Rüthen dar. Pastor Dieter Moors verlässt Rüthen und tritt seine neue Stelle in Giershagen an. Sein Nachfolger wird der 51-jährige Stefan Gosmann.

Wer seine Koffer packt, um in den Urlaub zu fahren, weiß, dass er in zwei oder drei Wochen wieder zu Hause in seiner gewohnten Umgebung ist. Wenn Pastor Dieter Moors Ende des Monats seine Koffer packt, dann nimmt er für immer Abschied vom Pfarrhaus Altenrüthen und den Gemeinden, die er in den vergangenen zwölf Jahren seelsorgerisch betreut hat. Ein Abschied, der ihm nicht leicht fällt.

„Ich glaube schon, dass ich hier ein Stück Heimat hatte. Man wusste, wie die Menschen hier ticken und die wussten umgekehrt, wie ich ticke. Ich habe schon gemerkt, dass die Menschen es bedauern, dass ich weg gehe, jetzt, wo man sich kennt.“

Nähe zu Menschen gesucht

Die Nähe zu den Menschen – nicht nur zu den Kirchgängern, sondern zu allen Bewohnern seiner Gemeinde – hat er immer gesucht, sei es bei Vereinsjubiläen oder bei Schützenfesten. „Dort trifft man Menschen, die man nicht in der Kirche sieht. Ich habe schon ein Stück weit versucht, mich den Leuten dort als Gesprächspartner anzubieten, einfach bei den Menschen zu sein.“

Dazu gehörten, ab einem gewissen Alter, auch Geburtstagsbesuche, die viele seiner Kollegen nicht mehr absolvieren, und die Krankenkommunion. „Das habe ich immer als wichtig empfunden.“

Als freundlich und offen habe er die Menschen in den Rüthener Dörfern kennengelernt. „Man hat es vielleicht in der einen Gemeinde mehr gespürt, dass man angenommen wird, als in der anderen.“ Doch wenn man versucht habe, Veränderungen zu kommunizieren, habe das auch geklappt. „Man kann nicht wie früher in den Gremien nur diktieren, man muss die Menschen mitnehmen.“ So ist in den vergangenen zwölf Jahren ein gutes Vertrauensverhältnis aufgebaut worden.

Engen Kontakt pflegte Pastor Moors zu den Vereinen. Dass diese im ländlichen Raum eine so große Rolle spielen, empfindet er als positiv. „Das ist Gemeinschaftspflege.“ So hat er bei mehreren Jubiläen, wie bei den Schützen in Meiste oder dem Tambourkorps Kallenhardt, die Messe zelebriert, hat das neue Feuerwehrfahrzeug in Kneblinghausen geweiht und bei seiner ersten Fahnenweihe in Hoinkhausen gesprochen. „Das war auch noch so eine Besonderheit.“ Ebenso wie die Einladung der Dreweraner Schützen, die ihn im vergangenen Jahr mit zur Vogeltaufe nach Belecke nahmen.

Veränderungen angestoßen

Nicht nur mitgefeiert hat Pastor Dieter Moors, er hat auch Veränderungen angestoßen. Als Beispiel nennt er das Stadtverbundsfest. „Ich habe den Antrag gestellt, dass es vorher einen Gottesdienst gibt, und das wurde geändert.“ Schön sei immer gewesen, dass es auf den Dörfern kurze Wege gibt, dass man etwas anspricht – und es klappt. „Das wird um so besser, je länger man an einem Ort ist.“

Die Zeit in Rüthen endet für ihn am 23. August. Der Tag der Abschiedsfeier ist auch offiziell sein letzter Arbeitstag in Rüthen. „Ich glaube schon, dass der Tag für mich nicht ganz einfach wird“, befürchtet er, freut sich ab er darüber, dass die Altenrüthener „Harmonie“ zum Gottesdienst spielen wird.

MOORS IST SEIT 2003 IN RÜTHEN

Dieter Moors wurde 1962 in Scherfede geboren. Nach dem Abitur in Marsberg und der Bundeswehrzeit in Höxter studierte er in Paderborn und Bonn.
1991 wurde er zum Diakon und nach seiner Zeit in Fröndenberg im Juli 1992 zum Priester geweiht. 
Seine erste Stelle hatte er in Nieheim, kam dann über Siegen und Beverungen nach Rüthen. 2003 zog er nach Meiste, vier Jahre später nach Altenrüthen.
Erst habe er sich schwer damit getan, als ihn die Bitte aus Paderborn erreichte, eine neue Gemeinde zu übernehmen, „aber es gab keinen objektiven Grund abzulehnen, also habe ich Ja gesagt.“

Nach Giershagen wird er Anfang September umziehen, ebenfalls in ein denkmalgeschütztes Pfarrhaus. Die Wandfarben sind schon ausgesucht. Wie in Rüthen auch, wird er für mehrere Gemeinden zuständig sein – neben Giershagen für Beringhausen, Bredelar, Heddinghausen, Leitmar, Kantstein-Udorf, Padberg und Hellmichhausen. Wie in seinen jetzigen Gemeinden gibt es auch dort Schützenvereine und Musikkapellen. „Ich werde mal gucken, was man mit denen machen kann.“

Und was gibt er seinem Nachfolger Stefan Gosmann, der derzeit noch im Pastoralverbund Rietberg-Süd tätig ist, mit auf den Weg? Der 51-Jährige wird offiziell ab 1. September das Seelsorger-Team unterstützen und ins Pfarrhaus Altenrüthen ziehen. „Ich wünsche, dass er einen guten Start bekommt, dass man auf ihn zugeht und ihn so nimmt, wie er ist.“

Tanja Frohne - derwesten.de


Braustube schliesst ihre Pforten

Wer noch einmal in den Genuss kommen möchte ein paar Getränke in geselliger Runde zu genießen sollte die Gelegenheit am Donnerstag, dem 30.07.2015 nutzen. Dann öffnet die Altenrüthener Braustube zum letzten Mal. 

Das Thema "Dorfkneipe" ist weiterhin aktuell. Dazu können konstruktive Vorschläge bei Ortsvorsteher Claus Wiegelmann - Marx angebracht werden. Über weitere Infotermine und Versammlungen hierzu halten wir sie auf dem Laufenden.


Infoveranstaltung Zukunft "Dorfkneipe"


Am 24.06.2015 um 20:00 Uhr findet eine Infoveranstaltung zum Thema  "Dorfkneipe" und zukünftige Versammlungs- und Veranstaltungsräumlichkeiten in Altenrüthen statt, zu der Ortsvorsteher Claus Wiegelmann - Marx herzlich in die Schützenhütte einlädt.


Mark Wiegelmann ist neuer Schützenkönig in Altenrüthen



Lange blieb offen, wer seine Königin sein würde. Schließlich fiel die Wahl auf seine Schwester Mareen.



Einen neuen König zu findet war am Freitagvormittag beim Vogelschießen in Altenrüthen gar kein Problem. Etwas komplizierter gestaltete sich die Antwort auf die Frage nach der Königin. Mark Wiegelmann wollte es spannend machen und damit erst bei der Proklamation in der Schützenhalle herausrücken. Doch nach einiger Wartezeit, etlichen Telefonaten und viel guten Zuredens aus Familien- und Vorstandskreisen stand dann doch schon zuvor fest, dass ihn seine Schwester Mareen Wiegelmann durch das gerade begonnene Festjahr begleiten wird.

Erst am Samstag eher ungewollt zur Königswürde gekommen, war es für Oberst Ralf Schulte-Steffens schon wieder Zeit abzudanken. Mehr als seinen Ehrenschuss gab er auch nicht ab, auch wenn es im Schützenvolk hörbar durchaus Zustimmung für eine Verlängerung gegeben hätte.

Nicht aber wohl von Königin Claudia



Nicht anders zu interpretieren ist die Aufforderung von Schützenbruder Erik Fechner, der sich wünschte: „Ralf guck nur einmal über das Gewehr. Ich möchte dann das Gesicht deiner Frau sehen.“ Aber das weitere Eingreifen des Obersts war auch gar nicht erforderlich. Erst vier, nach dem Ausstieg von Niklas Rodehüser und Niclas Adams immerhin zwei ernsthafte Aspiranten hielten sich teils freiwillig, teils auf gutes Zureden von Erich Fechner, der selbst schon zwei Mal König war, unter der Vogelstange. Mark Wiegelmann und Christian Hüske machten das Schießen zum freundschaftlich ausgetragenen Duell um „Altenrüthen II“, so die Bezeichnung für den an sich namenlosen Vogel. Für die obligatorische Taufe hatte dieses Mal die Zeit gefehlt.

Auch wenn der von Hartwig Thiele gefertigte Adler angeblich baugleich mit dem Modell war, das am vergangenen Samstag zerlegt wurde, erwies sich „Altenrüthen II“ als zäher. „Was möchten Sie denn schießen, dann lass ich Ihnen das über?“, gab sich Ralf Schulte-Steffens gegenüber Bürgermeister Peter Weiken großzügig. Dieser suchte sich den Apfel aus, traf aber nicht, ehe er sich nach einer Stippvisite wegen einer Trauung schon wieder verabschieden musste.

Mittelstück für Wiegelmann

„Ich will mich hier nicht aufdrängen“, erklärte Christian Hüske in aller Bescheidenheit. Doch trotzdem gingen rechter und linker Flügel sowie der Schwanz des Vogels auf sein Konto. Das Mittelstück – oder was davon schließlich noch übrig war – ging auf das Konto von Mark Wiegelmann. „Ich hab’ doch keine Königin“, hatte der 25-Jährige noch lamentiert. Drei Schuss vor Schluss vielleicht etwas (zu) spät. So war mit dem 180. Treffer zwar klar, dass der Verfahrensmechaniker bei der Firma Wagu in Belecke König war, nicht aber wer seine Königin. Dieses Rätsels Lösung wurde erst später präsentiert – und so wird nicht nur am Salzweg 3 nun gefeiert, sondern ganz Altenrüthen freut sich mit dem jungen Königspaar.

Armin Obalski - derwesten.de

 


Tanzkurse für die Saison




Der Sportverein bietet gemeinsam mit dem Schützenverein einen Tanzkurs an, in dem auf die speziellen Erfordernisse der Schützenfestsaison eigegangen werden soll. Ziel ist die gängigen Tänze für Feten, Feiern und Feste zu erlernen, aufzufrischen oder zu verfeinern, ohne die klassischen Eröffnungstänze zu vernachlässigen.

Erstmals werden die Tanzbeine am Sonntag, 22.03.2015 um 16.30 Uhr in der Gemeindehalle geschwungen.

Ein weiterer Termin ist bereits für Sonntag, 12.04.2015, ebenfalls 16.30 Uhr in der Gemeindehalle geplant. Details können aber auch Kursintern abgesprochen werden. Der Kurs umfasst bis zum Altenrüthener Schützenfest 6 Termine und kostet 20,- EUR pro Person. Er wird von einer ausgebildeten Tanzlehrerin geleitet. Es können alle Altersklassen teilnehmen. Die Anzahl der Paare ist beschränkt. Erforderliche Anmeldungen bei Klaus Müller, Daniel Schirk, Julia Wiegelmann-Marx oder Hartmut Modes. 


Totenkärtchen können weiterhin abgegeben werden



Zur Erstellung einer Übersicht aller Verstobenen und in den Kriegen gefallenen Familienmitglieder aus Altenrüthen sammelt Karl-Friedrich Hildesheim wie auf dem Heimatnachmittag am 01.03.15 angekündigt alle Totenkärtchen aus den Familien von Altenrüthen. Das Material kann digital an: hilleshm@muenster geschickte werden, oder per Post an: 

Karl-Friedrich Hillesheim 
Palestrinastraße 15 
48147 Münster


Ein Dorf entdeckt seine Geschichte



Wenn Geschichte doch immer so unterhaltsam und spannend verpackt würde! Karl-Friedrich Hillesheim, pensionierter Lehrer aus Münster mit biografischen Wurzeln und Zweitwohnsitz in Altenrüthen fesselte auch beim zweiten Heimatnachmittag seine gut 80-köpfige Zuhörerschaft, die nahezu alle Altersgruppen umfasste.

Kennen Sie Marx? Nicht Karl, sondern Wiegelmann. Eine alteingesessene Altenrüthener Familie trägt diesen Beinamen, entstanden aus dem Namen Marcus, um sie von den anderen Wiegelmännern, den Stranzes und den Börken zu unterscheiden. Schon seit dem 12. Jahrhundert, als es zu einer immer größeren Namenskonzentration kam, wurde dem Ruf- ein Beiname angefügt, um eine Person und schließlich auch deren Familie eindeutig identifizierbar zu machen.

Bei Bauern wurde in der Regel der Familienname noch um den Namen des bewirtschafteten Hofes ergänzt, was zugleich bei früher recht häufigen Besitzerwechseln ein Zeichen der Kontinuität bedeutete. „Der Name geht – der Hof bleibt“, brachte es Hillesheim auf den Punkt. In den Dörfern sei häufig der Hofname verwendet worden, dem dann der Rufname angehängt worden sei. Diese Aussage garnierte Karl-Friedrich Hillesheim mit einem Beispiel: So ist für ihn Dr. Hubert Hiegemann noch immer Crämers Hubert. „Viele Kinder erfuhren erst in der Schule, dass sie sich anders schrieben, als sie gerufen wurden“, berichtete der Referent schmunzelnd.

Bis zu 500 Jahre in Gebrauch

Sukzessive jedoch verschwanden die in der historischen Mitte Altenrüthens bis zu 500 Jahre alten Hofnamen, als vor über 200 Jahren bei der Gründung der Brandversicherung Hausnummern eingeführt wurden, erst recht aber, als in den 1960er Jahren – in Altenrüthen war dies 1964 der Fall – mit Einführung der Straßennamen amtliche Anschriften vergeben wurden. Und doch spielen im Dorf die Bei- und Hofnamen nach wie vor eine Rolle, auch wenn sie nicht, wie im Fall Wiegelmann-Marx fester Bestandteil des Namens wurden. So wird der amtierende Schützenkönig Ingo Wittig, der vor einigen Jahren das Anwesen Beule erwarb, im Gespräch oft als Beulen Ingo bezeichnet. Bis Wiegelmanns ihren Marx sicher hatten, sprachen die Gerichte. „Die Behörden behaupteten, wir hätten uns den Namen widerrechtlich angeeignet“, erinnerte sich Hildegard Wiegelmann-Marx.

„Je mehr man über seinen Heimatort weiß, umso mehr identifiziert man sich damit“, formulierte Karl-Friedrich Hillesheim den Grund für die Heimatnachmittage. Daher sammelt er auch Totenbildchen und beschäftigt sich mit deren Bedeutung für die Familien und Dorfgeschichte. 272 verschiedene umfasst sein Fundus bereits. Sein Hauptaugenmerk richtet er aktuell auf die Totenzettel für die im 1. und 2. Weltkrieg gefallenen Altenrüthener.

Auswanderer nach Übersee

Das Thema für einen weiteren Heimatnachmittag kristallisierte sich auf Initiative von Annelie Schulte-Steffens heraus: Auswanderer aus Altenrüthen nach Übersee. So war Stefanie Ratte als Schwester Angelika erste Generaloberin der Franziskanerinnen in Amerika.

Quelle: Armin Obalski - derwesten.de


Landwirte denken über Windpark nach


Ein neuer Windpark könnte im Hittental bei Altenrüthen entstehen. Dabei handelt es sich um eine Fläche am Hang zwischen Sportplatz und Möhnestraße. Im Windkonzept der Stadt Rüthen taucht sie nicht auf, wohl aber im Entwurf des Regionalplanes. Darin sind auch Flächen als für Windkraftanlagen geeignet eingestuft, die vor Ort bislang ausgeschlossen werden. Bei der Dorfversammlung am Donnerstagabend kam das Thema zur Sprache.

Eigeninitiative ergreifen

Claus Wiegelmann-Marx, der die Versammlung leitete, ist nicht nur Ortsvorsteher, er ist als Landwirt auch Eigentümer eines Teils der in Rede stehenden Flächen im Hittental. Daran Interesse hat die Firma PNE-Wind aus Cuxhaven gezeigt, die auch bei Meiste einen Windpark errichten will (wir berichteten). „Der Tenor ist, nicht zu verpachten, wenn es vor Ort eine Eigeninitiative gibt“, berichtete Wiegelmann-Marx. Teil dieser Eigeninitiative könnte er selbst sein, ein weitere Alexander Schulte-Steffens, ebenfalls Landwirt und Flächeneigentümer. Weiteres Gelände dort gehört der Stadt.

Richtig konkret ist aber noch nichts, wie der Ortsvorsteher versicherte. Der Regionalplan ist bekanntlich nur ein Vorentwurf, auch habe es bislang nur lockere Vorgespräche gegeben. An diesen war auch Bürgermeister Peter Weiken beteiligt.

„Welchen Bestand haben städtische Beschlüsse?“, ging Hans-Josef Wessel ins Geschirr. Er sprach bei der Versammlung seiner Aussage nach für die Bewohner im Südwesten Altenrüthens, die von einem solchen Windpark betroffen sein könnten. Er verwies auf die Auskunft, die ihm Beigeordneter Georg Köller erst wenige Stunden zuvor in der Einwohnerfragestunde des Rates gegeben hatte. Deren Inhalt: Das Windkonzept 2012 wird nicht verändert, die Aussage über geplante Standorte von Windrädern beziehe sich auf den Bereich Kneblinghausen/Siddinghausen. Außerdem verwies Wessel auf den einstimmigen Beschluss der Stadtvertretung zum Regionalplanentwurf, dass keine weiteren Standorte für Windkraftanlagen befürwortet werden.

Bürgerwindpark denkbar

Zum einen, entgegnete Claus Wiegelmann-Marx, sei das Hittental schon für das Windkonzept 2012 als Suchgebiet gekennzeichnet gewesen, zum anderen gebe es die Vorgabe zum Ausbau der Windkraft. Deren Anteil will Landesumweltminister Johannes Remmel bekanntlich bis 2025 von 8 auf 20 Prozent erhöhen. „Inwieweit das Wort Rüthens dabei gehört wird, ist fraglich“, meinte Hartmut Modes, CDU-Ratsmitglied und selbst Altenrüthener ergänzend. „Irgendwann stehen wir vor dem Problem, dass es ein Recht auf eine Genehmigung gibt“, befürchtet er. „Dann ist es besser, wir machen es selbst; ein Energiekontor aus Cuxhaven interessiert wenig, was hier vor Ort passiert“, hält der Ortsvorsteher ein partnerschaftliches Engagement von Bürgern für deutlich die bessere Alternative. Zumal es eventuell auch die Möglichkeit eines Bürgerwindparks wie in Heddinghausen gebe.

„Altenrüthen ist an der Energiewende schon überdurchschnittlich beteiligt, was Fläche und Zahl der Anlagen betrifft“, konterte Hans-Josef Wessel. Er warnte die Gefahr an drei Seiten von Windrädern umzingelt zu sein. „Es gibt schließlich auch die Interessen der Anlieger.“ Für die Windkraft ins Zeug legte sich Herbert Oel: „Das ist die sauberste Energie, es gibt die wenigsten Eingriffe. Wenn das Menschen aus unserem Dorf bauen, fließt auch Geld ins Dorf“, warb er für die Initiative der Landwirte.

Keine Geheimniskrämerei

„Wir stehen ganz am Anfang, müssen erst wissen was machbar ist“, versicherte Claus Wiegelmann-Marx. Wenn aber die Rahmenbedingungen geklärt seien, gebe es einen fairen Dialog, trotz der mit dem Thema verbundenen Emotionen. „Es gibt keine Geheimniskrämerei und kein Gemauschel, sondern offene Gespräche“, versprach Alexander Schulte-Steffens.

Armin Obalski - derwesten.de


Sportverein steht auf breiter Basis

Ein Mitgliederzuwachs von zehn Prozent, neue Kursangebote und die Auszeichnung mit dem Ehrenamtspreis des Kreises Soest – erfolgreich verlief das vergangene Jahr für den Sportverein Altenrüthen. „Der Ehrenamtspreis unter dem Thema ,Sport als Chance’ für Hartmut Modes war das Highlight. Das ist für einen so kleinen Ort wie Altenrüthen schon eine besondere Leistung“, freute sich 1. Vorsitzende Julia Wiegelmann-Marx bei der Jahreshauptversammlung über die Auszeichnung ebenso wie über die steigende Mitgliederzahl: Nach 21 Neueintritten zählt der SV 197 zahlende Mitglieder (ohne Familienrabatt).

Aktive von 4 bis 80 Jahre

Dieser Zuwachs ist ein Zeichen dafür, dass das breit gefächerte Kurs-Angebot – aktiv sind Sportler zwischen vier und 80 Jahre –, aber auch die zusätzlichen Aktionen wie Laternenwanderung im Bilsteintal, Wanderung zur Bohnenburg und Beachvolleyball-Turnier gut ankommen. „Wen wir noch nicht so richtig motivieren konnten, sind die Männer“, räumte Geschäftsführer Christian Hartmann ein. Das soll sich mit einem reinen Männerkurs ändern, der am 30. Januar startet.

Während auch Hartmann die Leistung von Hartmut Modes herausstellte – „er hat die Initiative ergriffen, den SV umzugestalten; ansonsten gäbe es den Verein wohl nicht mehr“ – betonte Modes die Teamleistung des Vorstandes, der seit 2007 fast unverändert bestehe, aber auch der beiden Sparten Damenturnen und Alte Herren, die seit Jahrzehnten Bestand haben.

So feiert die Damen-Turngruppe unter Leitung von Maritta Wagner in diesem Jahr 40-jähriges Bestehen. Abwechslungsreich ist auch das Programm der Alte Herren. Eine Planwagenfahrt zu den Bruchhauser Steinen und mehrere Wanderungen fanden im vergangenen Jahr statt.

Die Zufriedenheit der Mitglieder drückte sich auch in den Wahlen aus: Wiedergewählt wurden Geschäftsführer Christian Hartmann und 2. Vorsitzender Hartmut Modes, sowie die Beisitzer Gregor Schulte-Angels, Tanja Frohne und Carmela Donner-Hötte. Mark Wiegelmann stellte sich als Beisitzer nicht mehr zur Wahl, Nachfolger sind Steffi Lips und Andre Kettler.

Zahlreiche Ehrungen nahm Julia Wiegelmann-Marx vor und freute sich besonders, in diesem Jahr vielen Frauen gratulieren zu können. Vor 50 Jahren war der SV allerdings noch die Domäne der Männer: Geehrt wurden Alfons Wolf und Hubert Klaus, der damals extra eine Schiedsrichter-Ausbildung machte, damit der SV an Pokalturnieren teilnehmen konnte. Für 40 Jahre Treue ausgezeichnet wurden Michael Pajkic, Maritta Wagner, Monika Herting, Theodora „Dorchen“ Weber, Barbara Lenze und Elisabeth Hartmann. 25 Jahre im SV sind Frank Müller, Markus Blecke, Andreas Menke, Gertrud Stakemeier, Angelika Henne und Christian Hartmann.

Eigene Jugendsparte angedacht

Um den SV zukunftsfähig zu halten, will man sich mehr der Jugend öffnen. „Der Verein strukturiert sich mit einer Jugendsparte um, wenn sich genügend Jugendliche finden, die aktiv sein wollen“, erläuterte Modes. Statt eines Beachvolleyballturnieres auf dem Sportplatz ein Spiel ohne Grenzen auf dem Spielplatz hinter der Schützenhalle auszurichten, regte Erich Fechner an. „Man wäre dann im Herzen des Dorfes.“ Der Vorstand wird dies noch intern diskutieren.

Tanja Frohne - derwesten.de


Neuer Vertrag, bessere Konditionen



Auch die kommenden fünf Jahre bleibt das Schützenfest in Altenrüthen ein Vorposten der Brauerei Veltins im vom Nachbarn aus Warstein schützenfestmäßig beherrschten Raum Rüthen-Lippstadt. Nachdem der zehnjährige Vertrag inzwischen abgelaufen ist, wurde ein neuer bis 2019 geschlossen, berichtete Daniel Schirk, seit einem Jahr amtierender Geschäftsführer des Vereins, bei der Mitgliederversammlung.

Dabei wurde der Vertrag, wie Vorsitzender Klaus Müller ergänzte, nicht nur verlängert, sondern die Konditionen hätten sich „deutlich verbessert“. Die Mindestabnahmemenge wurde reduziert, die Vergütung für darüber hinaus verzehrtes Fassbier erhöht. Außerdem bleibt der Preis für ein Glas Bier konstant. Damit ist schon etwas von dem erreicht, was Müller sicher meinte, als er eingangs erklärte: „Es ist an der zeit sich neue Ziele zu stecken.“

Erfolgreiche Halbzeit

Bereits erreicht wurde 2014 das Ziel, eine attraktive Alternative zu den Winterbällen früherer Prägung zu finden. 430 Gäste feierten bei der „Schützenfesthalbzeit“ mit – ein Erfolg, wie Schirk berichtete und was der Kassenbericht von Torsten Reiter untermauerte. Der finanzielle Erfolg habe für die viele Arbeit bei der Vorbereitung entschädigt. Außerdem: „Ich habe noch nie ein Jahr mit so vielen Feiern erlebt“, betonte Reiter. Da nach dessen Worten u.a. viel in die Schützenhütte investiert wurde, konnte der Verein solche Zusatzeinnahmen gut gebrauchen.

„Der Verein sind alle Mitglieder und nicht nur der Vorstand“, betonte Klaus Müller. Insofern konnte er sich über vier neue potenzielle Helfer freuen. Jan Laube, Michael Schulte, Mario Ising und Hermann Faulwetter traten bei der Versammlung dem Verein bei – später auch noch Pastor Dieter Moors. Damit die Schützen aus Altenrüthen künftig etwa bei Kreisschützenfesten auf Anhieb zu erkennen sind, haben diese die Möglichkeit, das Dorfwappen samt Schriftzug für ihre Uniformjacken zu erwerben. „Das ist ein Kann, kein Muss“, betonte Klaus Müller.

Henne als Hauptmann feste Größe



In Erfüllung ging sein Wunsch, zügig die Vorstandsposten zu besetzen. Hauptmann bleibt, wie seit zehn Jahren, Bernd Henne. Auf 25 Jahre Vorstandsarbeit bringt er es inzwischen schon. Als Leutnant wurde sein Sohn Thomas bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden die Beisitzer Erik Fechner, Ingo Wittig und Michael Bentler, die Männer an der Jungschützenfahne Christoph Eigemeier, Niklas Rodehüser und Maximilian Prinz. An der Ehrenfahne ist neu Andre Lips neben Hartmut Modes und Walter Falkner; an der Männerfahne ist neu Wolfgang Radin neben Michael Müller und Michael Pajkic. Neuer Schießoffizier außer Christoph Adams ist Andre Kettler. Er löst Claus Wiegelmann-Marx ab. Er sei als Landwirt und Ortsvorsteher hinreichend gefordert.

Armin Obalski - derwesten.de