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Engel für den Frieden



Mit äußerst ruhiger Hand hat die Altenrüthenerin die drei Engel auf dem Kerzenleuchter aus Ton gefertigt. In ihren kleinen Händchen halten sie jeweils eine Friedenstaube. Auf der Brust tragen sie außerdem einen kleinen Stern.

Altenrüthen    Jetzt helfen nur noch die Engel. Davon ist Helga Hauck überzeugt. „Die Politik bekommt das Grauen in der Welt ja offenbar nicht mehr in den Griff.“ Und so hat die Altenrüthenerin für die Krippenausstellung in Telgte, an der sie zum 39. Mal teilnimmt, in diesem Jahr einen ganz besonderen Kerzenleuchter hergestellt – mit Engeln, die Friedenstauben in ihren kleinen Händchen halten.

Die Krippenausstellung steht in diesem Jahr unter dem Thema „Friede auf Erden“. Die Idee für ihr Exponat war deshalb schnell gefunden. „Es braucht Engelsmächte“, sagt Helga Hauck. „Wenn man sich das Weltgeschehen ansieht, bekommt man ja das Grauen.“ Ihr Werk sei als symbolträchtiger Leuchter für den Frieden anzusehen.

Da die 78-Jährige seit jeher leidenschaftlich mit Ton arbeitet, sind auch die Engel aus diesem Material gefertigt – und das äußerst filigran und mit ruhiger Hand. Haare, Gesicht, Hände, selbst die kleinen Flügel der Tauben sind gut zu erkennen und fein ausgearbeitet.

Eine Schwierigkeit bei der Erstellung des Leuchters gab es jedoch: Die handgefertigten Figuren mussten gleich viel wiegen, damit der Leuchter später nicht schief von der Decke hängt. Doch auch das meisterte die erfahrene Künstlerin.

Neben den Engeln findet sich am Gestell noch eine weitere Besonderheit: Kerzen aus der DDR. Die hatte Helga Hauck bei einem Besuch damals in der Ostzone mit nach Hause genommen. Nun schmücken sie das Friedens-Exponat.

Das Ausstellungsstück wurde bereits Mitte September nach Telgte transportiert. „Die brauchen so viel Zeit, um die alte Ausstellung ab und die neue aufzubauen“, erklärt die Altenrüthenerin. Die Krippenausstellung öffnete schließlich Mitte November (siehe Infobox).

Im Sommer Gedanken um Weihnachten

Damit der Leuchter auch rechtzeitig fertig wurde, hat Helga Hauck bereits im Sommer mit den Arbeiten begonnen. „Ich bin es gewohnt, mir im Sommer Gedanken zu Weihnachten zu machen“, sagt sie und lacht.

Ihre Krippen und weiteren Kunstwerke sind äußerst gefragt, nicht nur in Telgte. So sind Werke von ihr beim Krippenweg in der Kölner Altstadt zu sehen. Auch bei der Weihnachtsausstellung im Belecker Museum „Schatzkammer Propstei“ gibt es Exponate von ihr. „Belecke und Köln haben ein wenig darum gerangelt, wer welches Werk bekommt“, sagt sie.

„Werde irgendwann danach aufhören“

An der jährlichen Krippenausstellung in Telgte nimmt die Altenrüthenerin derweil schon seit 1978 teil, im nächsten Jahr bereits zum 40. Mal. Ob sie danach noch weitermacht? Sicher ist sie sich da nicht. „Ich werde sicherlich irgendwann danach aufhören.“ Der Telgter Krippenausstellung dürften ihre Exponate fehlen.    mun

Im Museum

Die 77. Krippenausstellung in Telgte findet noch bis Sonntag, 28. Januar 2018, im Religio-Museum statt, Herrenstraße 1-2. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet, am 25. Dezember und 1. Januar 2018 von 14 bis 18 Uhr, am 24. und 31. Dezember bleibt das Museum hingegen geschlossen.

Quelle: derpatriot..de




Kopfkino von Krieg, Frieden und dem Advent



Altenrüthen    Für sein Konzert hatte sich der Instrumentalverein „Harmonie“ Altenrüthen nach fünf Jahren wieder die besondere Kulisse der Altenrüthener Pfarrkirche ausgesucht, wie Vorsitzender Andre Arens bei seiner Begrüßung in Erinnerung rief. Und so machten die jüngsten Altenrüthener Nachwuchsmusiker aus der Blockflötengruppe den Anfang – mit Weihnachtsliedern. Auch bei den für Blasmusik arrangierten Stücken hatte die Musikjugend den Vorrang, nach dem Lied „The Music Mill“ vom Nachwuchsorchester folgte verdienter Applaus.

Der Instrumentalverein hatte in diesem Jahr die Stückeauswahl unter das Thema der Musikerfamilie de Haan gestellt. Harmonisch und eingänglich sollten die Besucher in den Bann der Musik gezogen werden. Hatte das Jugendorchester mit Arrangements von Jan de Haan eröffnet, kündigte Moderatorin Eva Frenz als erstes Stück das „Concerto Damore“ aus der Feder seines Bruders Jakob an. Mit der Beschreibung „etwas für das Herz“ hatte Eva Frenz durchaus Recht.

„Pacific dreams“ setzte danach die Impressionen vom Ozean und segelnden Schiffen sowie besonders der Hafenmetropole Sydney lautmalerisch und klanggewaltig um. Ohrwurmverdächtig war auch „Leningrad“ mit seiner melancholischen Melodie, die das Publikum mit auf eine Reise in die Stadt und zu den Schicksalen der Menschen bei der Schlacht um Leningrad nahm. Die Kraft des Arrangements setzten die Musiker in den Läufen und Nebensoli energiegeladen um.

Auch inhaltlich ein passender Kontrast, lud danach „Free World Fantasy“ dazu ein, von einer Welt ohne Krieg und Gewalt zu träumen. Ein musikalischer Ausflug in den Queenspark war die „Queens Park Melody“, zu der Jakob de Haan seine Eindrücke mit hellen, freundlichen Melodien in Musik umgesetzt hatte.

Die Geburt des neuen Russlands in der Zeit Michail Gorbatschows und des politischen Umschwungs, hatte Jakob de Haan in „Glasnost“ arrangiert. Einfach Musik zum Träumen intonierte der Instrumentalverein zum Ende des Konzertes in „La Storia“ und setzte damit einen ebenso anspruchsvollen wie harmonischen Schlusspunkt.

Mit einem gefühlvollem Arrangement von „Macht hoch die Tür“ verabschiedeten sich die Musiker und stimmten auf den Advent ein.  

Quelle: derpatriot.de




Stammtisch der Vereine

Aktuelle Themen und Projekte des Dorfes werden am Freitag, 17.11.2017 ab 20.00Uhr im Dorfgemeinschaftshaus vorgestellt, besprochen und diskutiert. Die Dorfgemeinschaft lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zu diesem Termin ein.





Vereine legen Termine fest

Zur Absprache der Termine für das kommende Jahr 2018 treffen sich alle Vereinsvorstände und Gruppierungen am Donnerstag, 19.10.17 um 19.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Weitere Punkte der Tagesordnung sind der aktuelle Sachstand zum Projekt "Alle unter einem Dach" sowie die verbleibenden Veranstaltungen in 2017. 




Achtung!!!
Es sind nur noch wenige Plätze für den Schützenausflug frei. Anmeldung ist noch bis zum 22.10. möglich!


 


Bernd Heinze ist Geckkaiser in Altenrüthen



17 Geckkönige traten beim ersten Geck-Kaiserschießen in Altenrüthen an, einer war erfolgreich: Bernd Heinze ist erster Geckkaiser Altenrüthens.

141 Schuss hielt „Hans Dampf“ aus – prophezeit hatte Vogelbauer Thomas Henne 140 Schuss – dann stand es fest: Bernd Heinze ist der erste Geckkaiser des Schützenvereins Altenrüthen. Vielleicht hatte der Sichtigvorer einen kleinen Vorteil gegenüber seinen 16 Mitbewerbern um die Kaiserwürde, hat er doch als Vogelbauer bereits rund 40 Vögel gebaut. „Da weiß man, wo man hinzielen muss“, schmunzelte der frisch gebackene Kaiser, der strahlend seine Ehefrau Anja, die aus Altenrüthen stammt, in den Arm nahm: „Hab ich es dir nicht gesagt? Ich hab echt davon geträumt.“

Ein Kaisertitel fehlte dem 36-Jährigen noch in seiner Schützen-Trophäensammlung: 2008 schoss er bei der Schützenbruderschaft St. Georg Sichtigvor mit dem 585. Schuss den Vogel ab, ein Jahr später wurde er Geckkönig in Altenrüthen und nun ist er Geckkaiser. „Wir sind morgens extra aus Bayern zurückgekommen, damit wir pünktlich beim Schießen sind“, erzählte Heinze.

Reinhard Bödger bringt meiste Erfahrung mit


Zu diesem waren insgesamt 17 Aspiranten angetreten, von denen Reinhard Bödger, der 1974 den Geck abschoss, wohl die meiste Erfahrung hat. Schließlich war er nicht nur Geckkönig und Schützenkönig, sondern ist auch der amtierende Kaiser des Schützenvereins. Den vierten Orden hätte er sich gerne noch angeheftet, doch es kam anders.

Wobei sich die Schützen zunächst auf einen langen Wettkampf einstellten, hielt sich der Geck doch tapfer im Kugelfang und ließ auch seine Insignien nicht los. Im dritten Durchgang errang Reinhard Bödger schließlich das Fass. „Er ist nicht umsonst Kaiser geworden“, meinte Burkhard „Howie“ Rüther anerkennend. Nur zwei Schuss später machte es ihm Erik Fechner nach und schoss den linken Arm samt Fliegenklatsche ab. Lediglich die Krone hielt sich noch etwas länger auf dem Kopf von „Hans Dampf“.

Kopflos machte diesen Bernd Henne. „Ich hab kurz unter die Schraube gehalten“, wunderte der sich doch etwas über den Treffer. Dass das von ihm beschworene „Fichtenmoped“ nicht mehr zum Einsatz kam, dafür sorgte schließlich Bernd Heinze, der mit den übrigen Schützen bis tief in die Nacht feierte.

Umbruch beim Geckschießen


Dafür, dass das Geck-Kaiserschießen genau in diesem Jahr Premiere feierte, gibt es einen guten Grund, wie Oberst Ralf Schulte-Steffens erläuterte. „Das Geckschießen hat eine lange Tradition, aber vor 20 Jahren gab es einen Umbruch: Aus Mangel an Geck-Königinnen läuft der König seitdem mit seinen Bediensteten.“

Die männlichen Königinnen hätten die Jahre zuvor immer geklagt, wenn die abrasierten Brusthaare nachwuchsen. „Außerdem klagten viele über anzügliche Bemerkungen wegen der lackierten Fuß- und Fingernägel.“ Daher wurde das Geckschießen aufgewertet und erfreut sich seitdem eines regen Interesses – und erlebte mit dem Kaiserschießen nun einen besonderen Höhepunkt.

Quelle: Armin Obalski - derwesten.de






Altenrüthen ist bereit für die Zukunft



Altenrüthen zeigt sich im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ bereit für seine weitere Entwicklung. Schwachstellen werden nicht ausgeklammert.

Altenrüthen hat eine lange Geschichte, aber dem Dorf steht auch ein große Zukunft bevor. Davon sind die Bürger überzeugt und diese Überzeugung stellten sie in den Mittelpunkt ihrer eineinhalbstündigen Präsentation für die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“.

Eine „Zeitreise von Alt zu Jung, von Historischem zu Zukünftigen“ versprach Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx der Wertungskommission bei der Begrüßung. Und laut Vorsitzendem Rolf Meiberg am Ende des Rundgangs wurde Wort gehalten. Er sprach von einem „schönen Spannungsbogen, gespannt vom Bekenntnis zur Tradition bis in die Zukunft“. Pluspunkt: „Sie sind sich auch Ihrer Schwächen bewusst.“

Schwächen werden nicht ausgeklammert

Diese klammerten die Altenrüthener absichtlich nicht aus. So zeigten sie den Spielplatz an der Gemeindehalle, in dem nicht nur Meiberg Verbesserungspotenzial erkannte. Nicht verhehlten sie auch, dass noch viel Arbeit vor den Altenrüthenern – also möglichst allen – liegt, wenn das Projekt „Ein Dach für alle“ Realität werden soll. Dieses Dach soll die Gemeindehalle nach einem Umbau bieten und zwar für alle Vereine, aber auch Krabbelgruppen oder eine Übermittagbetreuung für Schüler.

Doch auch wenn aus dem Umbau nichts werden sollte, die Altenrüthener arbeiten an ihrem Zusammenhalt. „Es gibt ein Gemeinschaftsgefühl im Dorf und das wollen wir gerne aufgreifen“, sagte Christiane Schirk. Mit Sandra Reiter hatte sie eine Zukunftswerkstatt initiiert, bei der sich viele Teilnehmer Gedanken darüber machten, wie ihr Ort etwa familien- oder seniorenfreundlicher werden kann.

Wie eng Gegenwart und Geschichte verzahnt sind, wurde auf dem Kirchhof deutlich. Die Kniefälle, eine besondere Art des Kreuzweges, waren dort mit Hilfe von Kindern wieder begehbar gemacht worden, wie Charlotte Schulte-Steffens berichtete. Und Kinder sind es, die den uralten Brauch des Klesperns, das an den Kartagen das Geläut ersetzt, aufrecht erhalten.

Altes Haus voller Leben

„Unser Haus hat Zukunft“, unter diesen Titel stellte Karl-Friedrich Hillesheim seinen Vortrag über das Fachwerkhaus seiner Familie mit reichhaltigem alten Inventar, das bis heute von älteren wie jüngeren Familienmitgliedern mit Leben erfüllt wird. Getreu der Überzeugung „Wer die Vergangenheit kennt, versteht die Gegenwart und kann die Zukunft gestalten“ bereichert er regelmäßig Heimatnachmittage mit seinen geschichtlichen Beiträgen.

Alt und Jung nutzen das Dorfgemeinschaftshaus, die ehemalige Kneipe. Getragen wird sie vom Verein der Dorfgemeinschaft, die mit ehrenamtlichen Kräften Mittel erwirtschaftet, um unter anderem ein Spielgerüst zu finanzieren, das an der Schützenhütte aufgestellt wird, wie Christian Müller berichtete.

Zwei Besonderheiten gab es für die Jury, wobei die Fahrt mit den Fahrzeugen des Munga-Clubs schon vor drei Jahren für Begeisterung gesorgt hatte. Dieses Mal ging es zum Trappenberg, dann zu Fuß durch den Wald. „Eine Wanderung hatten wir noch nie“, staunte Jutta Münstermann, Organisatorin des Wettbewerbes. Am Ziel konnte die Jury dann wieder Zukunft erleben: Kinder aus dem Kindergarten „Zwergenland“ bei ihren Waldtagen, die jährlich stattfinden, wie Erzieherin Tatjana Valaa erläuterte.

Quelle: Armin Obalski - derwesten.de


Glocken für Jedermann



Täglich schlagen sie zu jeder vollen Stunde, doch nicht jeden Tag haben wir die Möglichkeit die Klangkörper unserer Gemeinde zu besichtigen und zu erforschen. Elmar Frenz machte sich die Mühe Aufschriften unserer 3 Glocken zu dokumentieren und zu entschlüsseln, um sie der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Nähere Infos gibt es hier...




 


Wolfgang Radin neuer König in Altenrüthen

 

Mit dem 122. Schuss wurde Wolfgang Radin König des Schützenvereins Altenrüthen. Zur Königin erkor er seine Frau Stefanie.



Unser Dorf hat Zukunft 2017



Am Mittwoch, 07.06.2017 nimmt die Gemeinde Altenrüthen am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" teil. Eine 12-köpfige Kommision wird dazu unsere Gemeinde besuchen und in den genannten Kategorien prüfen. Es wäre schön wenn sie von einer großen Anzahl Altenrüthener Bürger begrüßt wird.
Wir treffen uns dazu am Mittwoch, 07.06.17 um 14.30Uhr am Kindergarten, um mit der Kommision die geplante Besichtigungsrunde durch unseren Ort zu starten.


Schützen treffen sich am Gründonnerstag

Eine außerordentliche Generalversammlung des Schützenvereins Altenrüthen findet am Donnerstag, 13.04.2017 um 19.00 Uhr im Gemeindetreff („Müllers Laden“ Stefanusstr. 10) statt. Aufgrund formeller Fehler müssen die Anpassung der Vereinssatzung, Wahlen zu Vorstand und Beirat sowie weitere Inhalte der Versammlung vom Januar wiederholt werden. 
Die Vorschläge zur Satzungsänderung können im Schaukasten in der Stefanusstraße und unter: www.schuetzenverein-altenruethen.de eingesehen werden.


Altenrüthener Projekt ist förderfähig

 
Das Dorfgemeinschaftszentrum Altenrüthen passt vom Konzept in das Förderprogramm für ländliche Entwicklung. So die gute Nachricht aus Arnsberg.

Mit Freude vernahmen die Altenrüthener am Montagnachmittag die gute Nachricht: Ihr Projekt eines Dorfgemeinschaftshauses als Zentrum für alle Vereinaktivitäten sowie Treffpunkt für private Feiern und das Klönen in einer integrierten Dorfkneipe ist generell förderungsfähig mit Mitteln aus dem Integrierten Ländlichen Entwicklungsprogramm (ILE) des Landes. Dies sicherte ihnen Gregor Sänger von der Bezirksregierung Arnsberg zu.

Zwei Dutzend Vereinsvertreter und weitere Dorfbewohner zeigten Sänger, Sachbearbeiter für ländliche Entwicklung, begleitet von Bürgermeister Peter Weiken, Beigeordnetem Hubert Betten und Stadtplaner Joachim Heidrich den Zustand der jetzigen Gemeindehalle – und das, was sie damit vorhaben. Die städtische Halle, die einen erheblichen Investitionsstau aufweist, soll nicht nur renoviert werden (was laut Gregor Sänger nicht förderfähig ist), sondern als Bestandteil des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes, das derzeit für Rüthen erarbeitet wird, zum Zentrum der dörflichen Altenrüthens werden.

„Unser Anspruch ist es, alles unter einem Dach zu vereinen“, erklärte Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx dem Gast. Das gilt für die Aktivitäten der Vereine (Schützen-, Sport-, Musik- und Dorfgemeinschaftsverein, Frauengemeinschaft), aber auch darüber hinaus gehende Angebote. Die vor kurzem abgehaltene Dorfwerkstatt ergab dafür zahlreiche Beispiele. Christiane Schirk und Sandra Reiter berichteten über die Ergebnisse. Angebote für junge Familien sind ein Beispiel dafür, was auf die Beine gestellt werden kann, wenn man weiß wo. Randstundenbetreuung für Kinder nach Schulschluss wären eine Möglichkeit. Eltern könnten sich dabei abwechseln und gegenseitig unterstützen. „Es sind viele Ideen da, aber nur wenige Möglichkeiten, die Halle zu nutzen“, so Wiegelmann-Marx.

Für die Zukunft mancher Aktivitäten drängt die Zeit: Der Probenraum des Instrumentalvereins ist nur angemietet, für die Immobilie wird ein Käufer gesucht, und auch das bisheriger Dorfgemeinschaftshaus in der früheren Braustube besteht nur auf Abruf. Dort will der Eigentümer lieber Wohnungen einrichten.

Bürgermeister ist beeindruckt

Bei Bürgermeister Weiken stießen die umfangreichen Vorarbeiten der Altenrüthener auf Bewunderung. „So soll es sein: Die Bürger sollen ihre Ideen in das Ikek einbringen. Was Altenrüthen da bisher geleistet hat, ist beeindruckend; besser geht es nicht.“ Ob das reiche für die Förderung, wollte er von Gregor Sänger wissen und der stellte klar: „Gemeinschaftseinrichtungen, wie sie hier entstehen sollen, sind generell förderungsfähig – nicht aber reine Sanierungsmaßnahmen.“ Das heißt aber auch: Muss irgendwo in die Bausubstanz eingegriffen werden, um zum Ziel zu kommen, fallen Maßnahmen zum Lärmschutz oder energetischen Sanierung sehr wohl in die Förderung.

Eigenleistungen werden laut Sänger anerkannt und auf den Eigenanteil, den im konkreten Fall die Stadt als Eigentümer erbringen muss, angerechnet. „Wer ordentlich Eigenleistungen erbringt, hilft bei der Umsetzung von Projekten“, so der Vertreter der Bezirksregierung. Für das Altenrüthener Ratsmitglied ist dies zudem Argumentationshilfe, um das Vorhaben in der letztlich entscheidenden Politik durchzusetzen.

Bis es dort zu einer Entscheidung kommt, kann es laut Weiken bis zum Herbst dauern. Doch schon bei dem Treffen am Montag beauftragte der Johannes-Ulrich Blecke, der als Architekt bisher inoffiziell die Altenrüthener beraten hat, ein Angebot zu erarbeiten, das einen Vorentwurf für das Dorfgemeinschaftszentrum beinhaltet. „Das alles hört sich für uns sehr gut an“, freute sich Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx.

Quelle: wp.de - Armin Obalski

Das Grauen der Kriege zwischen dem Einband


Die Namen erklangen und waren sofort wieder vergessen. Es war das übliche Prozedere am Volkstrauertrag in Altenrüthen, das Karl-Friedrich Hillesheim störte. Er wollte mehr wissen von den Menschen hinter den Namen. Also begann er, zu recherchieren. Herausgekommen ist ein umfassendes Werk über die Schicksale der Altenrüthener Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs.

„Das Dorf macht eine sehr würdige Ehrung“, stellt Hillesheim klar. Das ist ihm wichtig, zu erwähnen. Denn sein Buch soll keinesfalls eine abschätzige Anspielung auf den Volkstrauertag in Altenrüthen sein. Nein, vielmehr soll es eine Ergänzung zur bestehenden Zeremonie darstellen. Und nicht nur das: „Mein Ziel ist es, mit dem vorliegenden Buch und der gesamten Buchreihe noch vorhandenes Wissen über die Geschichte des Ortes zusammenzutragen und für die Dorfgemeinschaft zu erhalten“, sagt der 69-Jährige. Gerade in Dörfern wie Altenrüthen, in denen Traditionen als feste Bestandteile des Dorflebens auch heute noch gelebt werden, seien die eigenen Wurzeln anders präsent als in der Anonymität größerer Städte.

Auf insgesamt 236 Seiten legt der Dorfhistoriker in seinem Buch „Den Gefallenen ein Gesicht geben“ anhand von Wort und Bild die Lebensläufe der Menschen von damals dar. Zu jedem Gefallenen gibt es neben mehreren Fotos meist auch Informationen über Vorfahren, den jeweiligen Dienstgrad, den militärischen Einsatz und den Ort des Todes und der Grabstätte.

Gräueltaten kommen an die Oberfläche

Es sind teils grauenvolle Vorstellungen, die sich dem Leser auftun, wenn er die jeweiligen Hintergründe und Todesursachen liest. Tod durch Kopfschuss, Tod durch Granattreffer, Tod durch Artilleriegeschoss. Die von Hillesheim zusammengetragenen Informationen lassen die Gräueltaten der Kriege wieder zum Leben erwecken.

Gleichzeitig weist das Buch auf das Leben in Altenrüthen während der brutalen Kämpfe hin. So ist etwa in den Tagebuchaufzeichnungen einer Frau namens Maria Blome im Juni 1940 zu lesen: „Ich hörte den Motor. Als ich zum offenen Fenster sah, kam es in ungefähr 80 Metern Höhe von Norden aufs Haus zugeflogen. Im nächsten Augenblick ein Knall, die erste war in Klaus’ Garten gefallen. Danach fielen noch drei in Abständen aufs Feld.“

Die gesammelten Fotos, Briefe und Totenzettel sind laut Hillesheim wichtige Zeitdokumente auch für künftige Generationen, wenn keine direkten Zeitzeugen mehr zur Verfügung stehen. Der vorgelegte Band will einerseits die persönlichen Erinnerungen in den Altenrüthener Familien dokumentieren, andererseits die nachfolgenden Generationen dazu bewegen, sich mit dem enormen Leid der Gefallenen des eigenen Dorfes auseinanderzusetzen, um sich aktiv für den Frieden zu engagieren. „Teilweise haben die Erzählungen der noch lebenden Zeitzeugen auch heute noch eine tiefe Betroffenheit gezeigt, vermutlich auch, weil nach dem Krieg jahrelang große Sprachlosigkeit über die schrecklichen Ereignisse herrschte“, vermutet der Historiker.

Wie kam es zu dem Buch? Der Wunsch nach dessen Veröffentlichung wurde aus der Bevölkerung heraus an Hillesheim herangetragen. Am Volkstrauertag im vergangenen Jahr hatte er über die Gefallenen des Dorfes referiert. Nachdem die gut 80 Anwesenden nach zweieinhalb Stunden geduldigen Zuhörens den Wunsch äußerten, die Recherchen in gedruckter Form zu bekommen, begab sich Hillesheim auf die Suche nach weiteren Spuren der Gefallenen.

Künftig soll es eine Buchreihe geben

Dazu nutzte er unter anderem Unterlagen des Stadtarchivs Rüthen, die in den Jahren 1914 bis 1918 in unserer Zeitung erschienenen Todesanzeigen, die im Stadtarchiv Lippstadt einsehbar sind, aber auch Totenzettel sowie die sogenannten Verlustlisten, die während des Ersten Weltkrieges erstellt worden waren. Nach einem Jahr der umfassenden Recherche wurde das Buch schließlich veröffentlicht. Und es soll künftig nicht für sich alleine stehen. Geplant ist, eine ganze Buchreihe über die Geschichte Altenrüthens herauszubringen. Die weiteren Bücher sollen vor allem auf den Heimachtnachmittagen beruhen, die Hillesheim seit 2013 regelmäßig im Ort veranstaltet. Denkbar sind etwa Themen wie Brände, Auswanderer und Höfe in Altenrüthen.

Hillesheims Ziel ist klar: „Ich will das Interesse der Bürger wecken“, sagt er. „Je mehr ich von meinem Heimatort weiß, umso mehr identifiziere ich mich mit ihm.“

Informationen zum Buch und den Bezugsmöglichkeiten finden sie hier...



Landesgeld weckt Hoffnungen auf Dorfgemeinschaftshaus


Alle Vereine unter einem Dach zu vereinen, ist ein Traum des Dorfgemeinschaftsvereins Altenrüthen. Vorstellen könnte dieser sich, dass dieser Traum in der Gemeindehalle Wirklichkeit wird. Für Sanierung und Umbaumaßnahmen erhofft man sich Geld aus dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (Ikek). Erste Gespräche mit einem Architekten laufen. 

Rüthen führend bei Ikek

„Wir wollen zeigen, dass Ikek auch etwas bringt für das Dorf“, machte Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx bei einer Dorfversammlung deutlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass für das Projekt Mittel zur Verfügung gestellt werden, sei relativ hoch. „Der Vorteil ist, dass Rüthen eine der ersten Städte war, die mit Ikek gestartet sind. Im ganzen Regierungsbezirk gibt es nur vier Städte, die so weit sind wie Rüthen.“ Bevor die Dorfgemeinschaft Geld in die Hand nehme, müsse aber abgeklärt werden, ob das Projekt umgesetzt wird – wobei auch dieses nur zu zwei Drittel gefördert würde. „Da sind auch Barmittel der Vereine von Nöten“, räumte Wiegelmann-Marx ein. 

Davor, schon für die Planung Geld in die Hand zu nehmen, ohne eine Förderzusage zu haben, warnte Bernd Henne. „Man investiert sonst ins Blaue hinein.“ Ebenfalls kritisch sah er die Überlegung, das Dorfgemeinschaftshaus von der Braustube in die Gemeindehalle zu verlegen: „Kriegt man die Halle umfunktioniert zu einer Kneipe?“

Neben Ikek war der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Thema der Versammlung. Jutta Münstermann vom Kreis Soest informierte über Neuerungen im Wettbewerb und machte Mut, sich wieder zu beteiligen. Schließlich liege der Schwerpunkt in einem Bereich, in dem sich Altenrüthen vor drei Jahren hervorgetan habe: Soziale Aktivitäten und bürgerschaftliches Engagement. Ohne diese könne kein Dorfleben existieren. „Der Kommission ist noch sehr gut die Willkommenskultur für junge Familien im Dorf in Erinnerung.“ Vorgestellt hatte sich damals die multikulturelle Krabbelgruppe.

Präsentation mitten aus dem Leben

Neben dem Bürger-Engagement sind Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Perspektiven ein weiterer Bewertungsbereich. Hier geht es beispielsweise um die Umnutzung landwirtschaftlicher Betriebe oder Vermarktung regionaler Produkte. Die Baugestaltung und Siedlungsentwicklung – „sagen Sie Ihren Nachbarn ruhig, dass deren Gabionen nicht ins Dorfbild passen“ – sowie Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft sind weitere Bewertungsbereiche. Wichtig bei der Darstellung: Das Dorf soll nicht wie geleckt aussehen. „Die Präsentation soll mitten aus dem Leben sein. Es wirkt abwechslungsreich, wenn viele Bewohner eingebunden sind. Die Kommission will sehen, dass das ganze Dorf dahinter steht.“

Auch, wenn Altenrüthen nicht zu den Erstplatzierten gehören sollte, gewinne die Gemeinschaft. Schließlich sind die Ziele des Wettbewerbs die Stärkung ehrenamtlichen Engagements, aber auch Chancen und Potenziale zu erkennen und die Lebensqualität für die Einwohner durch Schaffung eines lebenswerten Wohnumfelds zu verbessern. Hier sind generationenübergreifende Projekte gerne gesehen. 

Positiv standen bei der Versammlung die Bürger einer Teilnahme am Dorfwettbewerb gegenüber. „Wir haben gemerkt, dass es mit wenig Aufwand auch funktioniert“, machte Wiegelmann-Marx Mut. Somit ist Altenrüthen 2017 dabei.

Quelle: Tanja Frohne - derwesten.d


Lösung gesucht für Zukunft der Gemeindehalle



Die Gemeindehalle in Altenrüthen ist ein Sanierungsfall. Damit sie eine Zukunft hat, wird ihr Umbau zum Dorftreffpunkt mit Ikek-Geld angestrebt.

Sportverein, Musikverein, Dorfgemeinschaft und kfd – sie alle nutzen mehr oder weniger die Altenrüthener Gemeindehalle. Vor allem aber ist sie für den Schützenverein als Veranstaltungsort das Herzstück seines jährlichen Schützenfestes. Nur ist dieses Herz krank. Der hintere, große Teil der Halle ist ein Sanierungsfall.

So ist der aktuelle Zustand

Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx nutzte die Mitgliederversammlung des Schützenvereins, um die Situation des Gebäudes, das der Stadt gehört, darzustellen. Eingangsbereich und Speiseraum hatten die Schützen mit viel Eigenleistung – und finanzieller Unterstützung der Stadt – vor einigen Jahren renoviert, vor allem unter Gesichtspunkten des Schallschutzes. 
Die Lage im hinteren, großen Teil der Halle ist dagegen weiter ungemütlich: Die Fenster sind einfach verglast, die Mauern nicht isoliert, das Dach undicht. Und das ist laut des Ortsvorstehers auch kein Wunder: Seit 1974 sei an dem Gebäude außer eines Innenanstrichs nicht viel gemacht worden. „In zehn Jahren ist die Halle nicht mehr nutzbar“, fasste er zusammen.“

Meinungsbildung bei Dorfversammlung

Das Bauwerk soll fit für die Zukunft gemacht und zum zentralen Treffpunkt für alle Dorfbewohner umgestaltet werden. Von Schützenfest bis Beerdigungskaffee – so umriss der Ortsvorsteher die Bandbreite der Nutzungen. Der Dorfverein, dessen Vorsitzender er ist, würde dafür sogar sein Dorfgemeinschaftshaus in der Braustube aufgeben. „Es gibt Überlegungen, die Halle zum Dorfgemeinschaftszentrum umzubauen mit Geldern aus dem Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept“, erklärte der Ortsvorsteher. Zu 67,5 Prozent werden Kosten von Maßnahmen gefördert, die den Sprung in das Konzept schaffen. Wiegelmann-Marx berichtete von positiver Resonanz bei Stadtverwaltung und Politik. „Die Vorzeichen stehen gar nicht so schlecht“, urteilte er und fügte an: „Wir in Altenrüthen können das nicht bezahlen.“ Konkrete Planungen gibt es noch nicht, auch ein Architekt ist noch nicht hinzugezogen worden. „Wir wollen keine Kosten produzieren, so lange es keine Förderzusage gibt“, erläuterte Claus Wiegelmann-Marx.

Das sagen die Schützen

Nicht möglich sei dem Schützenverein, sich finanziell an Renovierung und Umbau der Gemeindehalle zu beteiligen, erklärte Vorsitzender Klaus Müller. Arbeitsleistungen und Mietzahlungen warf er stattdessen in die Waagschale. Dem Vorstand aber sei klar: „Die Halle muss für alle erhalten werden.“ Zuversichtlich zeigte sich Bernhard Adams, dass dies gelingen werde. „Es hat immer funktioniert, wenn wir sagen, wir machen etwas.“ Eines aber müsse geklärt werden, bevor auch nur ein Euro fließe, nur ein Handschlag getan werde: Die Lärmbelästigung der Anlieger und ob die Halle daher überhaupt wie geplant nutzbar sei. Hier haben die Altenrüthener leidvolle Erfahrungen gesammelt.

Aus dem Vereinsleben

Im Mittelpunkt des offiziellen Programms standen Wahlen zum Vorstand des Schützenvereins. Bestätigt wurden: Klaus Müller (Vorsitzender), Torsten Reiter (Kassierer), Thomas Henne (Leutnant), Mark Wiegelmann (Adjutant), Erik Fechner, Ingo Wittig und Michael Bentler (Beisitzer) sowie Wolfgang Radin, Christian Müller und Michael Pajkic (Männerfahnenabordnung). Die Abordnung an der Ehrenfahne bilden wie bisher Andre Lips und Walter Falkner sowie Jan Schrewe (für Hartmut Modes). Komplett neu besetzt wurde die Fahnenabordnung der Jungschützen mit Jan Laube, Joel Plesser und Frank Beukmann. Sie lösen Christoph Eigemeier, Niklas Rodehüser und Maximilian Prinz ab. Beschlossen wurden Satzungsänderungen, um das Amt des Geschäftsführers, 2016 auf Beschluss der Versammlung neu geschaffen, zu verankern. Außerdem wird Mitgliedern künftig erst zum 70. Geburtstag persönlich gratuliert.


Fit ins Jahr mit Tanz- und Krafttraining

Mit neuem Schwung startet der Sportverein Altenrüthen in die Saison 2017. Im Angebot sind zahlreiche Kurse, die alle auch für Neueinsteiger ohne Vorkenntnisse geeignet sind. Alle Kurse finden in der Gemeindehalle in Altenrüthen statt.

Koordinationsübungen für Kinder

Tänzerische Grundübungen mit Bewegungs- und Spielelementen bieten beim Kinderzumba ein gutes Koordinationstraining. Beginn ist am heutigen Dienstag um 17.15 Uhr. Anschließend heißt es ab 18 Uhr „Step and dance“ mit Step-Aerobic zu heißen Rhythmen. Ebenfalls heute steht ab 19 Uhr bei „Powerfit“ die Ausdauer mit leichtem Krafttraining und gymnastischen Übungen im Mittelpunkt.

Um Muskulatur-, Haltungs- und Bewegungsübungen geht es bei „Bodyfit“ ab Mittwoch, 4. Januar, um 19.30 Uhr. Im Fokus stehen die Rückenschule und eine Kräftigung der allgemeinen Muskulatur. „Like it like Yoga“, kurz „LilY“ heißt es ab Donnerstag, 5. Januar. Ab 18 Uhr stehen dabei Gleichgewichts-, Entspannungs- und allgemeine Yogaübungen auf dem Programm.

Schwung für den Kreislauf

Zu Musik wird der Kreislauf in Schwung gebracht bei den „Zumba-Rhythmen“ ab Montag, 8. Januar, um 18.30 Uhr. Am Abend treffen sich ab 20 Uhr die Frauen der traditionellen Turngruppe. Unter dem Motto „Fit in den Tag“ gibt es Kraft- und Leistungsübungen in teils atemberaubender Dosierung. Dieses Angebot startet am Mittwoch, 18. Januar, um 18 Uhr.


 

Landesgeld weckt Hoffnungen auf Dorfgemeinschaftshaus

Alle Vereine unter einem Dach zu vereinen, ist ein Traum des Dorfgemeinschaftsvereins Altenrüthen. Vorstellen könnte dieser sich, dass dieser Traum in der Gemeindehalle Wirklichkeit wird. Für Sanierung und Umbaumaßnahmen erhofft man sich Geld aus dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (Ikek). Erste Gespräche mit einem Architekten laufen. 

Rüthen führend bei Ikek

„Wir wollen zeigen, dass Ikek auch etwas bringt für das Dorf“, machte Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx bei einer Dorfversammlung deutlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass für das Projekt Mittel zur Verfügung gestellt werden, sei relativ hoch. „Der Vorteil ist, dass Rüthen eine der ersten Städte war, die mit Ikek gestartet sind. Im ganzen Regierungsbezirk gibt es nur vier Städte, die so weit sind wie Rüthen.“ Bevor die Dorfgemeinschaft Geld in die Hand nehme, müsse aber abgeklärt werden, ob das Projekt umgesetzt wird – wobei auch dieses nur zu zwei Drittel gefördert würde. „Da sind auch Barmittel der Vereine von Nöten“, räumte Wiegelmann-Marx ein. 

Davor, schon für die Planung Geld in die Hand zu nehmen, ohne eine Förderzusage zu haben, warnte Bernd Henne. „Man investiert sonst ins Blaue hinein.“ Ebenfalls kritisch sah er die Überlegung, das Dorfgemeinschaftshaus von der Braustube in die Gemeindehalle zu verlegen: „Kriegt man die Halle umfunktioniert zu einer Kneipe?“

Neben Ikek war der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Thema der Versammlung. Jutta Münstermann vom Kreis Soest informierte über Neuerungen im Wettbewerb und machte Mut, sich wieder zu beteiligen. Schließlich liege der Schwerpunkt in einem Bereich, in dem sich Altenrüthen vor drei Jahren hervorgetan habe: Soziale Aktivitäten und bürgerschaftliches Engagement. Ohne diese könne kein Dorfleben existieren. „Der Kommission ist noch sehr gut die Willkommenskultur für junge Familien im Dorf in Erinnerung.“ Vorgestellt hatte sich damals die multikulturelle Krabbelgruppe.

Präsentation mitten aus dem Leben

Neben dem Bürger-Engagement sind Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Perspektiven ein weiterer Bewertungsbereich. Hier geht es beispielsweise um die Umnutzung landwirtschaftlicher Betriebe oder Vermarktung regionaler Produkte. Die Baugestaltung und Siedlungsentwicklung – „sagen Sie Ihren Nachbarn ruhig, dass deren Gabionen nicht ins Dorfbild passen“ – sowie Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft sind weitere Bewertungsbereiche. Wichtig bei der Darstellung: Das Dorf soll nicht wie geleckt aussehen. „Die Präsentation soll mitten aus dem Leben sein. Es wirkt abwechslungsreich, wenn viele Bewohner eingebunden sind. Die Kommission will sehen, dass das ganze Dorf dahinter steht.“

Auch, wenn Altenrüthen nicht zu den Erstplatzierten gehören sollte, gewinne die Gemeinschaft. Schließlich sind die Ziele des Wettbewerbs die Stärkung ehrenamtlichen Engagements, aber auch Chancen und Potenziale zu erkennen und die Lebensqualität für die Einwohner durch Schaffung eines lebenswerten Wohnumfelds zu verbessern. Hier sind generationenübergreifende Projekte gerne gesehen. 

Positiv standen bei der Versammlung die Bürger einer Teilnahme am Dorfwettbewerb gegenüber. „Wir haben gemerkt, dass es mit wenig Aufwand auch funktioniert“, machte Wiegelmann-Marx Mut. Somit ist Altenrüthen 2017 dabei.

Quelle: Tanja Frohne - derwesten.de