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 Malwettbewerb:

3 -6 Jahre
1.klasse bis 4. Klasse

Es gibt für jede Altersgruppe jeweils 3 Preise, damit auch die Kleinen eine Chance haben.

1. Preis:
1. Erwachsener 1 Kind Eintritt Fort fun

2. Preis
Ein Erwachsener 1 Kind
Eintritt Allwetterzoo Münster

3. Preis
1 Erwachsener 1 Kind
Eintritt Allwetterbad Warstein

Jedes Kind, dass mitmacht, erhält ein Geschenk.


Im nächsten Jahr feiert Altenrüthen seinen 950. Dorfgeburtstag. Um das Jubiläumsjahr zu organisieren, hat sich eine Planungsgruppe gebildet, in der Vertreter der Altenrüthener Vereine und interessierte Bürger zusammenarbeiten. Die Gruppe hat auch schon zwei Produkte herausgebracht und stellte jetzt einen Heimatkalender sowie einen Jubiläumstropfen vor.

Von Marcus Kloer

 Altenrüthen – Ortsvorsteherin Cindy Friedrich erklärte bei der Vorstellung, dass es den Altenrüthener Jubiläumstropfen in den Geschmacksrichtungen Kräuter und Johannisbeere gibt. Entwickelt wurde das spezielle Rezept in Zusammenarbeit mit der Sauerländer Edelbrennerei in Kallenhardt. Die Spirituosen sind bei der Ortsvorsteherin, den Altenrüthener Vereinen und in der Sauerländer Edelbrennerei erhältlich.

Den Altenrüthener Kalender zu gestalten, war eine recht aufwendige und anspruchsvolle Aufgabe, um die sich federführend Hans-Josef Wessel gekümmert hat. Die Idee war, einen Kalender zu entwickeln, der auch etwas über das Dorf, Ereignisse, Anekdoten und persönliche Berichte erzählt.

Um entsprechende Bilder und Texte zu sammeln, hat er mit zahlreichen Altenrüthenern gesprochen, sich besonders von der älteren Generation viel erzählen lassen und zwölf Kalendergeschichten zusammengestellt. Das Ergebnis lädt zu einer Reise in verschiedene Epochen der Dorfgeschichte von Altenrüthen ein.

Während auf der Vorderseite schmucke Bilder die Tage des Kalendermonats überschreiben, sind auf der Rückseite nicht weniger interessante Kalendergeschichten abgedruckt. Die Themen wurden passend zu der Jahreszeit gewählt.

Der Januar beginnt mit einer Kollage Schnee schippender Menschen und schlittenfahrender Kinder. Auf der Rückseite wird von der Tradition der Sternsinger berichtet und ein Zeitungsartikel aus unserer Zeitung handelt über einen Brand der Kirche.

Das Kalenderblatt vom Februar zeigt das alte Haus Ratte, das abgerissen wurde. Die Abbildung ist ein Gemälde des im Ort bekannten Malers Alfons Heurich. „Lütke, lütke Fastenacht“ heißt es auf der Rückseite. Die Kalendergeschichte fragt, was hinter dem Karnevalslied steckt und stellt den Februar als einen Schlachtemonat vor. Im März wird die ehemalige Belegschaft der Ziegelei Möller abgebildet. Seit 1884 wird die Ziegelei aufgeführt, produziert wurde dort bis in die 1950er Jahre. Ein weiteres Kapitel des Monats befasst sich damit, was ein Dorfkind alles machen konnte und berichtet vom Spielen auf dem Bauernhof, Budenbauen in den Scheunen oder Baden in der Glenne.

Für das Kalenderblatt im April hat Adolf Blecke berichtet, wie er früher seinen Vater als Ortsdiener vertreten hat und beim Ausrufen von Nachrichten mit der Glocke schellte. Auf der Rückseite werden Traditionen in der Karwoche und zu Ostern wie das Kläspern und Palmbunde erklärt. Der Mai steht in Altenrüthen im Zeichen des Schützenfestes, von dem ein Foto vor dem Haus Henne aus dem Jahr 1955 gezeigt wird. Hinten wird berichtet, dass ein Bier 45 Pfennig kostete, ein weiteres Bild zeigt Hofdamen als Kranzträgerinnen.

Im Juni wird Heu gemacht, zu sehen ist in dem Kalender Werner Adams beim Heuwenden. Auf der Rückseite wird der Juni als Prozessionsmonat vorgestellt, neben der Tradition geht es auch um das sagenhafte Altenrüthen.

Der Juli zeigt ein altes Dorfbild und berichtet von dem jährlichen Pokalfest des SV Altenrüthen, welches früher eine wichtige Veranstaltung im Ort war. Mit Musik wurden die Mannschaften zum Sportplatz begleitet. Passend beschreibt ein Bericht aus einer Jubiläumszeitung des Sportvereins ein Pokalfest in humoriger Versform.

Als die Schafherden noch nach Köln zogen

Die Ernte, das Dreschen des Korns und die Landwirtschaft früher sind die Kalenderthemen im August. Was das Dreschen kostete und andere interessante Sachen dazu, wird auf der Rückseite erklärt. An Vertriebene aus den Ostgebieten wird im September erinnert. Zahlreiche Menschen kamen seinerzeit auch nach Altenrüthen und konnten Zeitzeugenberichte geben.

Im Oktober werden die Schäfer Günter Halbey auf dem Titel und Engelbert Ising auf der Rückseite vorgestellt. Interessant ist dabei beispielsweise die Erzählung, wie die Schafherden noch 1951 bis nach Köln oder in das Münsterland zogen.

Der November ist ein Monat des Gedenkens: Das Kalenderblatt zeigt das Ehrenmal und erzählt auf der Rückseite von der Entstehung des Instrumentalvereins im Jahr 1900, als der Pastor und die Gemeinde statt einer Sechsmannkapelle aus Belecke selber Musik im Ort haben wollten. Für den Kauf von Instrumenten wurde noch gebürgt, wird auf dem Blatt in Hochdeutsch und Plattdeutsch geschrieben. Das Kalenderjahr beschließt im Dezember ein Bild von der Krippe mit dem Herrgott von Altenrüthen. Das im Ort besonders verehrte Kreuz enthält der Überlieferung nach einen Partikel einer Heiligenreliquie. Hintergründe dazu wie zu der Pfingstprozession sind auf der Rückseite nachzulesen.

Unterstützung hatte Hans-Josef Wessel bei der Erstellung des Kalenders von Sven Donner-Hötte. Wessel freute sich auch darüber, dass zahlreiche Dorfbewohner Bilder zur Verfügung gestellt und von Erinnerungen berichtet haben. Die Gespräche sind ihm besonders wertvoll gewesen.

Die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr

Das gesamte Jahr über finden in Altenrüthen Veranstaltungen im Zeichen des Jubiläums statt. Neben einem Heimatnachmittag bekommen einige Termine im Jahreskalender wie der Karneval der Vereine, der Martinsumzug, das Weihnachtskonzert des Instrumentalvereins oder der Weihnachtsmarkt einen besonderen Rahmen. Zusätzlich zum Schützenfest wird ein Kaiserschießen und ein Kinderschützenfest veranstaltet. Besondere Höhepunkte im Rahmen des Dorfgeburtstages sollen die Jubiläumsfeierlichkeiten am 10. September werden, wenn in Altenrüthen traditionell das Fest der Kreuzerhöhung gefeiert wird, und ein Seniorennachmittag der Vereine. Der erinnert an die alte Pfingstprozession, die früher einen ganzen Tag durch die Urpfarrei zog.

Kalenderverkauf

Am vierten Adventswochenende soll am Samstagnachmittag und Sonntagvormittag der Kalender in der Gemeindehalle zum Kauf angeboten werden.

 


 



Alle Informationen sind auf der Plattform der Volksbank zu finden.