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Schützen diskutieren Stiftungsgründung



Wenn der Stadt das Geld fehlt, werden die Altenrüthener eben selbst aktiv: Die Einwohner denken darüber nach, eine eigene Stiftung zu gründen, um Geld zu sammeln – vor allem als Eigenkapital für den geplanten Umbau ihrer sanierungsbedürftigen Gemeindehalle, aber auch für weitere gemeinnützige Zwecke. Darum ging es jetzt auch in einer Generalversammlung des örtlichen Schützenvereins.

Spielgeräte, Dorfgemeinschaftshaus und eventuell gar der Ankauf von Immobilien, die ins Eigentum fließen könnten, nannte Daniel Schirk, Geschäftsführer des Schützenvereins, mögliche Investitionen der Stiftung. Die Gründung einer solchen diskutierten die Schützen am Samstagabend im Speisesaal ihrer Gemeindehalle. Zu bedenken sei aber auch die Verfügbarkeit des Geldes, schüttet eine Stiftung üblicherweise nur die Erträge aus. Deshalb könne ein Crowdfunding eine ergänzende Alternative sein. Dazu möchte sich die Dorfgemeinschaft, zu der auch viele Schützen gehören, in nächster Zeit schlau machen.

Quelle: derpatriot.de


Müssen dran bleiben



Nach dem abgelehnten Förderantrag für ihre Gemeindehalle wollen die Altenrüthener weiter um ihr Projekt kämpfen. Bei einer Dorfversammlung kam die Idee auf, eine Bürgerstiftung zum Zwecke der Sanierung der Immobilie zu gründen. Auch der Kauf eines alternativen Gebäudes steht im Raum.

Der ursprüngliche Plan war ambitioniert: Für einen Millionenbetrag wollten die Altenrüthener ihre marode Gemeindehalle sanieren und umbauen lassen. Realisiert werden sollte das durch Fördergelder (750 000 Euro) sowie Gelder der Stadt (400 000 Euro), der Vereine und Eigenleistung. Doch im Oktober wurde der Förderantrag abgelehnt.

Inzwischen haben die Verantwortlichen den ersten Schock verdaut und sich Gedanken gemacht. Ergebnis: Altenrüthen will weiter an dem Projekt festhalten und sich nach anderen Fördertöpfen umschauen. Bei mehreren Veranstaltungen im kommenden Jahr will das Dorf Geld einnehmen, um den nötigen Eigenanteil zahlen zu können, falls es mit der Förderung doch noch klappt. Die Einnahmen könnten in eine noch zu gründende Bürgerstiftung fließen. „Die Idee steht im Raum. Wir müssen uns da aber noch intensiver einarbeiten“, sagt Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx, der den abgelehnten Förderantrag nüchtern sieht: „Es wäre doch vermessen, zu sagen, mit dem ersten Antrag haben wir sofort Erfolg.“ Wichtig sei nun, nach passenden Fördertöpfen zu suchen. „Das Konzept steht ja und müsste gegebenenfalls etwas angepasst werden.“

Bei der Dorfversammlung gab es außerdem den Vorschlag, nach einem alternativen Gebäude Ausschau zu halten. Allerdings wäre so ein Kauf mit viel Aufwand verbunden. Nutzungspläne müssten geändert und auch der Lärmschutz müsste bedacht werden.

Kritik übt der Ortsvorsteher derweil an Politik und Stadt. Die Altenrüthener hätten zuletzt das Gefühl gehabt, nicht gerade an erster Stelle zu stehen. „Wenn man sieht, dass für die Gestaltung der Kreisverkehre in der Kernstadt tausende Euro ausgegeben werden, dann fragt man sich schon, ob überhaupt ein Interesse daran besteht, einen kleinen Ort wie Altenrüthen zu erhalten.“ Stadt und Politik sollten jedoch nicht das Gefühl haben, dass sich das Projekt erledigt hätte. „Wir müssen dran bleiben. Und eines darf man auch nicht vergessen: Wir kümmern uns hier um ein eigentlich städtisches Gebäude.“

Bürgermeister Peter Weiken kann die Kritik nicht nachvollziehen. „Wir sind bemüht, die Aktivitäten in den Ortschaften zu unterstützen“, sagt er. Über eine Kofinanzierung von Projekten ließe sich immer reden, nur müsse die Initiative dazu aus den Ortschaften kommen. Der Bau der Kreisverkehre diene auch der Sicherung des Schulwegs und komme somit auch den Dörfern zugute. Auch von der Sanierung des Lehrschwimmbeckens im Gymnasium und der Umgestaltung des Bibertals profitierten die Einwohner der Dörfer. Wie es mit der Gemeindehalle weitergeht, ist laut Weiken derzeit unklar. „In den Gremien und im Stadtrat haben wir darüber noch nicht diskutiert.“

Ähnlich wie Wiegelmann-Marx äußert sich auch Franz-Josef Schirk, ehemaliger Vorsitzender des Schützenvereins Altenrüthen, in einem offenen Brief an Weiken und den Stadtrat: „In dem vorgestellten Finanzierungsplan war auch ein nicht unerheblicher Teil Eigenleistung der Altenrüthener Bevölkerung aufgeführt, der immer noch als Angebot steht. Wir Altenrüthener werden uns nicht aus der Zusage zurückziehen. Die Stadt Rüthen sollte aber den von ihr in dem ursprünglichen Finanzierungsplan zu erbringenden Anteil weiterhin zur Verfügung stellen, damit wir, wenn schon nicht die geplante optimale Lösung, wenigstens erhaltende bzw. modernisierende Maßnahmen umsetzen können.“

Nach der Förderabsage habe sich Enttäuschung mit Ärger gepaart, „weil uns Hoffnung gemacht worden war, dass dieses Projekt realisierbar sei“, schreibt Schirk. Die Einwohner hätten es vielleicht verstanden, wenn das Projekt nicht in voller Höhe gefördert worden wäre, „einen komplett ablehnenden Bescheid seitens des Landes NRW verstehen wir aber gar nicht“.

Einen dringenden Sanierungsbedarf, insbesondere des hinteren Bauabschnittes könne niemand wegdiskutieren, heißt es in dem offenen Brief weiter. Die Heizungs- und Lüftungsanlage müssten dringend ausgetauscht werden, außerdem fehle eine behindertengerechte Toilette. „Ein nicht länger tragbarer Zustand.“ Das seien nur zwei Mängel auf einer langen Liste.

Deshalb müssten Politik und Stadtrat dringend Gespräche über das weitere Vorgehen führen. Schirk: „Denn eines ist klar: Fällt die Gemeindehalle für Altenrüthen als Treff- und Veranstaltungspunkt weg, dann hat unser Dorf keine Zukunft.“

Quelle: Marcel Mund - derpatriot.de

Keine Fördermittel für Altenrüthener Gemeindehalle


Die erhofften 670.000 Euro vom Land für den Umbau der Gemeindehalle in Altenrüthen bleiben aus. Grund zur Freude gibt es in anderen Dörfern.

Große Enttäuschung in Altenrüthen, Freude in Hemmern und Kneblinghausen: Das Ministerium für Heimat und Kommunales, Bau und Gleichstellung hat mitgeteilt, welche Projekte das Land 2018 aus verschiedenen Programmen fördert.

Altenrüthen

Kein Geld für die Gemeindehalle gibt es aus dem Dorferneuerungsprogramm. Das berichtet Bürgermeister Peter Weiken. Für 1,1 Millionen Euro sollte die Halle zu einem Dorfgemeinschaftszentrum umgebaut werden. Dafür waren 670.000 Euro an Fördermitteln beantragt. Würden diese fließen, hatte sich die Mehrheit des Stadtrates bereiterklärt, weitere 400.000 Euro bereitzustellen.

Schwere Enttäuschung für Dorfbewohner

„Das ist schon eine schwere Enttäuschung, nachdem wir uns jetzt zwei Jahre reingehängt haben. Das gilt für uns, die wir uns um ein Konzept gekümmert haben, aber auch für die Stadt“, erklärt auf WP-Anfrage Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx. Schließlich habe man mit Förderung die Möglichkeit gehabt, ein marodes Gebäude zu sanieren. Nun müsse man sehen, wie man weiter verfährt. „Wir werden uns erst mal in kleiner Runde zusammensetzen und überlegen wie es weitergeht. Einen Plan B werden wir erarbeiten müssen.“ Das Hauptproblem bleibe nämlich, dass es keine vernünftigen Räume für die Vereine gebe.

„Das ist ein sehr schönes Projekt; schade für die Vorarbeit der vielen Ehrenamtlichen, dass es keine Förderung gibt“, so der Bürgermeister. Die Stadt habe gehofft, dass es für Altfälle eine Ausnahme geben würde. Das Altenrüthener Projekt war schon auf den Weg gebracht worden, bevor die Landesregierung eine Abkehr von den Integrierten Kommunalen Entwicklungsprojekten (Ikek) der Vorgängerregierung vollzog und sich wieder klassischen Dorferneuerungsmaßnahmen zuwandte. Diese sind auf 250.000 Euro gedeckelt. Für so genannte Altfälle, unter die die Gemeindehalle fällt, gibt es zwar einen zusätzlichen Fördertopf, nur ist der für ganz NRW nur mit zwei Millionen Euro gefüllt.

Quelle: derwesten.de 


Altenrüthener befürworten Millionenprojekt



„Wollen wir unsere Halle behalten?“ Diese Frage stellten sich am Donnerstagabend die Einwohner von Altenrüthen. Wie berichtet, muss die marode Gemeindehalle renoviert werden. In diesem Zuge soll sie für rund 1,12 Millionen Euro zu einem Dorfgemeinschaftszentrum umgerüstet werden. Entsprechend groß war das Interesse an dem Infoabend, zu dem das Planungsteam um Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx eingeladen hatte.Grund für das Projekt sei neben dem schlechten Zustand der Halle die demographische Entwicklung, erklärte die Koordinationsgruppe. Zwischen den Jahren 2000 bis 2015 sei die Bevölkerung im Ort um 12,5 Prozent gesunken. Dass es auch anders gehe, zeige Hirschberg, das im gleichen Zeitraum 24 Prozent an Einwohnern hinzugewonnen habe. Durch die Renovierung der Halle soll die Attraktivität von Altenrüthen wieder gesteigert werden. Denn von Schützen-, Sport- und Musikverein bis hin zu Krabbelgruppen und privaten Veranstaltungen soll das Gebäude künftig von vielen Ortsgruppen genutzt werden dürfen.Für Jugendfeten oder ähnliches soll die Immobilie hingegen nicht vermietet werden, sagten die Planer und nahmen damit vor allem den Nachbarn der Halle die Sorgen. Was hingegen vorstellbar sei, sei ein Biergarten im Außenbereich, der bis 22 Uhr betrieben werden könnte.

Vereine wollen die Nebenkosten tragen

Beim Thema Finanzen wurde es schließlich spannend. Denn das Millionenprojekt will finanziert werden. Insgesamt 40 Prozent der Arbeiten sollen in Eigenleistung gestemmt werden. Der übrige Finanzbedarf soll durch Ikek-Fördergelder (556 000 Euro) und die Stadt (396 000 Euro) gedeckt werden. Der Anteil an Eigenleistung ist zwar viel, schreckte die Einwohner aber nicht ab. Vielmehr äußerten sie sich zuversichtlich: Vielleicht könne ja noch mehr in Eigenleistung abgewickelt werden.Neben den Renovierungskosten stand auch die Bewirtschaftung der Halle zur Debatte. Damit die Stadt ihren Anteil zum Umbau der Halle beisteuert, lautet die Idee des Planungsteams, dass die Vereine des Dorfes künftig die Nebenkosten der Halle tragen. Die lagen in den vergangenen Jahren jeweils bei rund 15 000 Euro. Nach dem Umbau rechnen die Planer mit etwa gleich bleibenden Kosten.Dafür seien monatliche Mieteinnahmen von rund 1100 Euro notwendig, rechnete das Planungsteam vor.

Davon wolle der Verein Dorfgemeinschaft die Hälfte übernehmen, der Schützenverein 20 Prozent sowie Sport- und Instrumentalverein je 15 Prozent. Da aber manche Bürger in mehreren Vereinen sind, soll ein besonders engagierter Altenrüthener nicht mehrfach belastet werden. Deshalb ist die Idee, dass sich alle Beitragszahler in den Vereinen mit dem gleichen Betrag an den Mietkosten beteiligen. In die Berechnungen wurde neben der Miete auch eine Investitionsrücklage einberechnet. Bei 300 erwarteten Beitragszahlern könnte der Jahresbeitrag so für eine Einzelperson bei 30 Euro und für Familien bei 50 Euro liegen. Wer bei Thekendiensten und Arbeitseinsätzen mithilft, könnte seinen Jahresbeitrag zudem reduzieren.

Auch Innenausbau mit Fördermitteln

Ein weiteres Thema war der geplante Innenausbau, der vom beauftragten Architekten noch kalkuliert werden muss. Erste Schätzungen gehen von rund 200 000 Euro aus. Auch dafür könnten Fördermittel beantragt werden. Zusätzlich könne auch ein Darlehen aufgenommen werden, lautete ein Vorschlag der Planungsgruppe.Bürgermeister Peter Weiken, der bei der Versammlung anwesend war, berichtete von der positiven Grundhaltung der Rüthener Parteien gegenüber dem Projekt. Als Nächstes sei ein Bauantrag notwendig, um das Vorhaben weiter voranzutreiben. Weiken betonte, dass es wichtig sei, dass das Dorf hinter dem Umbau steht. Man solle nicht sofort nach der Stadt rufen.Am Ende der Versammlung war die Stimmung unter den Gästen eindeutig: Die Altenrüthener freuen sich auf ihr Dorfgemeinschaftszentrum. Zusammen wollen sie es Wirklichkeit werden lassen.

Quelle: derpatriot.de

Altenrüthen plant Millionenprojekt



Das Vorhaben klingt ambitioniert: Für rund 1,12 Millionen Euro wollen die Altenrüthener ihre Gemeindehalle sanieren und umbauen lassen. Realisiert werden soll das Unterfangen durch Fördergelder sowie Gelder der Stadt und der Vereine – und jeder Menge Eigenleistung.

„Energetisch ist die Halle eine mittelschwere Katastrophe“, sagte Christian Müller am Donnerstagabend im Haupt- und Finanzausschuss. Zusammen mit Altenrüthens Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx stellte er als Vertreter der Gruppe, die das Projekt plant, dieses der Politik vor.

Ziel ist es, die städtische Halle in ein Dorfgemeinschaftszentrum umzuwandeln, in dem neben Schützenfest und Karneval beispielsweise die Kurse des Sportvereins, die Versammlungen der kfd und nach Beerdigungen die Kaffeetrinken stattfinden könnten. Auch der örtliche Kindergarten „Zwergenland“, der sich derzeit zum Familienzentrum wandelt, könnte die Halle gut für seine künftigen Kurse nutzen.

Hintergrund des Projekts ist zum einen, dass das dörfliche Leben gestärkt werden soll, zum anderen die Halle in einem schlechten Zustand ist. „Wenn die Halle so bleibt, wie sie jetzt ist, wird es Probleme geben“, sagte Müller. Müsste die Halle aufgrund ihres Zustandes aufgegeben werden, hätte etwa der Sportverein keine Räume mehr, der Schützenverein müsste für sein Fest ein Zelt aufbauen.

Dörfliches Leben im hinteren Teil

Geplant ist deshalb, die Halle entsprechend umzubauen und in diesem Zuge energetisch zu sanieren. Im vorderen Teil des Gebäudes wären künftig der Festsaal, der Probenraum für den Musikverein und ein Technikraum untergebracht. Der hintere Hallenabschnitt würde hingegen Platz für Speisesaal, Küche, Mehrzweckraum und die Dorfkneipe bieten. Auch ist hier ein Raum für ein Dorfarchiv angedacht. „Im hinteren Teil soll das dörfliche Leben stattfinden“, sagte Wiegelmann-Marx. Um den Lärmschutz einzuhalten, müsste der hintere Abschnitt einen neuen barrierefreien Eingang mit einem Zwei-Türen-System erhalten. Außerdem soll im neuen Eingangsbereich eine Behindertentoillette installiert werden.

Das Problem am Vorhaben der Altenrüthener: Die Kosten sind immens. „Wir haben uns deshalb jedes Gewerk angeguckt und geschaut, ob wir Leute dafür haben und ob wir das selber machen können und dürfen“, sagte Müller. Das Ergebnis: Insgesamt 40 Prozent der Arbeiten wollen die Einwohner in Eigenleistung stemmen, was Kosten in Höhe von rund 170 000 Euro decken würde.

Der übrige Finanzbedarf soll durch Ikek-Fördergelder (556 000 Euro) und die Stadt (396 000 Euro) gedeckt werden. Viel Geld für die Stadt, weshalb die Altenrüthener im Ausschuss den Vorschlag unterbreiteten, dass die örtlichen Vereine künftig die jährlichen Nebenkosten der Halle von rund 13 000 Euro tragen.

Über einen neuen Verein oder eine GmbH, in der die Vereine des Ortes organisiert wären, soll die städtische Halle angemietet werden. Zudem soll es einen Förderverein geben, um Spenden zu sammeln.

Bei den Politikern traf das Projekt zwar auf Zustimmung, doch sorgten sie sich um die Kosten. Unklar ist auch, wie es mit der Auszahlung von Ikek-Geldern weitergeht, die ins Stocken geraten ist (wir berichteten).

Als Nächstes muss ein Bauantrag her

Bürgermeister Peter Weiken schlug derweil vor, dass der beauftragte Architekt zeitnah ein Angebot für die Erstellung eines Bauantrags vorlegen soll. Mit einem Bauantrag könne das Projekt zunächst weiter vorangetrieben werden. Das fand auch Müller gut: „Wenn die Ikek-Auszahlung wieder losgeht, muss die Planung fertig sein.“

Versammlung

Ein Infoabend für die Einwohner Altenrüthens zum möglichen Umbau der Gemeindehalle findet am Donnerstag, 8. März, ab 20 Uhr im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus statt. Es geht um den derzeitigen Stand des Millionenprojekts und das weitere Vorgehen.

Quelle: derpatriot.de


1,1 Millionen für Altenrüthner Treffpunkt kalkuliert

Alles und alle unter einem Dach - das wünschen sich die Altenrüthener. 1,1 Millionen Euro würde der Umbau der Gemeindehalle kosten.

Sollte es zum Umbau der Gemeindehalle in Altenrüthen zu einem Dorfgemeinschaftszentrum kommen, handelt es sich um ein Großprojekt mit dem nur die anstehende Sanierung der Stadthalle in Rüthen vergleichbar ist. Auf einen Kapitalbedarf von 1,1 Millionen Euro kommt die Koordinationsgruppe, die sich im Ort gebildet hat. Als ihre Vertreter stellten Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx und Christian Müller das umfangreiche Betreiberkonzept samt Kostenplan dem Haupt- und Finanzausschuss vor.

Ausgangslage

Die Ausgangslage ist schnell beschrieben: Die Gemeindehalle ist marode. 1972 bis 1974 von der Gemeinde Altenrüthen erbaut und 1975 bei der kommunalen Neuordnung durch die Stadt Rüthen übernommen, ist laut Wiegelmann-Marx im hinteren Teil, dem großen Festsaal, „bis auf einen Anstrich nichts passiert – und das sieht man auch“. Nur im Speisesaal gab es 2006 Schallschutzmaßnahmen.

Während der Renovierungsstau u.a. an Dach und Fassade seit Jahren auf Behebung wartet, wuchs mit Beginn des Prozesses für ein Integriertes kommunales Entwicklungskonzept (Ikek) die Idee, die Halle als Dorfgemeinschaftszentrum zu einem Dach für alle Vereine und viele Aktivitäten in Altenrüthen umzubauen und so zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. „Das ist eine Möglichkeit, um das Dorf attraktiver zu machen und dem Einwohnerschwund entgegenzuwirken“, betonte der Ortsvorsteher im Ausschuss.

Bisher verstreute Angebote unter einem Dach bündeln

Die Vereine könnten hier ihre Angebote bündeln, die bisher verstreut stattfinden, zudem ein allgemeiner Treffpunkt in Form einer ehrenamtlich betriebenen Gaststätte entstehen, Möglichkeiten etwa für die Übermittagsbetreuung von Kindern ganz neu geschaffen werden. Auch der Kindergarten, der sich auf dem Weg zum Familienzentrum befindet, hat bereits Interesse an einer Mitnutzung angemeldet. „Die Halle ist der beste Ort, wo man all diese Nutzungen bündeln kann“, warb Christian Müller um Unterstützung.

Finanzierung auf drei Säulen

Für den Be­trieb des Dorf­ge­mein­schafts­zen­trums soll eine Trä­ger­ge­sell­schaft (Ver­ein oder GmbH) ge­grün­det wer­den. Ge­sell­schaf­ter sol­len Dorf­ge­mein­schaft, Schüt­zen­ver­ein, Sport­ver­ein und Mu­sik­ver­ein sein und je­weils ein Mit­glied des Auf­sichts­ra­tes stel­len.

Der Knackpunkt sind die Kosten. Eigenleistungen in Höhe von 87 000 Euro sind eingepreist, die ebenfalls zum Teil über Ikek förderfähig sind, so dass das Dorf in Summe 169 000 Euro beisteuern würde. 556 000 Euro müssten über das Integrierte kommunale Entwicklungskonzept für Erhaltung, Instandsetzung und Gestaltung Ortsbild prägender Gebäude fließen. Die Finanzierungslücke in Höhe von 396 000 Euro müsste die Stadt schließen. „Diese Summe soll das absolute Maximum darstellen, darauf ist alles gerechnet“, versicherte Müller.

Gegenzurechnen sind die laufenden Betriebs- und Instandhaltungskosten, die neben den Einnahmen aus Vermietungen die vier großen Vereine (Schützen, Sportverein, Musikverein und Dorfgemeinschaft) schultern wollen. 2017 betrug das Minus, das die Halle der Stadt einbrachte laut Kämmerer Dirk Becker 19 000 Euro.

Fraktionen loben solide Vorarbeit

Lob gab es von allen Fraktionen für die solide Vorarbeit, gleichwohl sprach Werner Kroll (FDP) von einer „mutigen Finanzierung“. Noch immer gibt es laut Claus Wiegelmann-Marx keine Förderrichtlinien der neuen Landesregierung für Ikek. „Sie werden auch vor dem Herbst nicht kommen“, zeigte sich Bürgermeister Peter Weiken überzeugt. Doch dann soll alles vorbereitet sein: „Wenn der Tag X da ist, muss reagiert werden, so dass wir Anträge stellen und los legen können“, so Christian Müller. Was das angeht, herrscht Einigkeit zwischen Koordinationsgruppe, Verwaltung und Politik.

Erster Schritt in diese Richtung ist die Vorbereitung eines Bauantrages, den die Stadt zu stellen hat. Bis zur nächsten Ratssitzung am 15. März soll der planende Architekt ein Angebot vorlegen, was es kostet, diesen vorzubereiten, einzureichen und ihn bis zur erhofften Genehmigung durch den Kreis Soest zu bringen.

Quelle: derwesten.de

Altenrüthener Projekt ist förderfähig

 
Das Dorfgemeinschaftszentrum Altenrüthen passt vom Konzept in das Förderprogramm für ländliche Entwicklung. So die gute Nachricht aus Arnsberg.

Mit Freude vernahmen die Altenrüthener am Montagnachmittag die gute Nachricht: Ihr Projekt eines Dorfgemeinschaftshauses als Zentrum für alle Vereinaktivitäten sowie Treffpunkt für private Feiern und das Klönen in einer integrierten Dorfkneipe ist generell förderungsfähig mit Mitteln aus dem Integrierten Ländlichen Entwicklungsprogramm (ILE) des Landes. Dies sicherte ihnen Gregor Sänger von der Bezirksregierung Arnsberg zu.

Zwei Dutzend Vereinsvertreter und weitere Dorfbewohner zeigten Sänger, Sachbearbeiter für ländliche Entwicklung, begleitet von Bürgermeister Peter Weiken, Beigeordnetem Hubert Betten und Stadtplaner Joachim Heidrich den Zustand der jetzigen Gemeindehalle – und das, was sie damit vorhaben. Die städtische Halle, die einen erheblichen Investitionsstau aufweist, soll nicht nur renoviert werden (was laut Gregor Sänger nicht förderfähig ist), sondern als Bestandteil des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes, das derzeit für Rüthen erarbeitet wird, zum Zentrum der dörflichen Altenrüthens werden.

„Unser Anspruch ist es, alles unter einem Dach zu vereinen“, erklärte Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx dem Gast. Das gilt für die Aktivitäten der Vereine (Schützen-, Sport-, Musik- und Dorfgemeinschaftsverein, Frauengemeinschaft), aber auch darüber hinaus gehende Angebote. Die vor kurzem abgehaltene Dorfwerkstatt ergab dafür zahlreiche Beispiele. Christiane Schirk und Sandra Reiter berichteten über die Ergebnisse. Angebote für junge Familien sind ein Beispiel dafür, was auf die Beine gestellt werden kann, wenn man weiß wo. Randstundenbetreuung für Kinder nach Schulschluss wären eine Möglichkeit. Eltern könnten sich dabei abwechseln und gegenseitig unterstützen. „Es sind viele Ideen da, aber nur wenige Möglichkeiten, die Halle zu nutzen“, so Wiegelmann-Marx.

Für die Zukunft mancher Aktivitäten drängt die Zeit: Der Probenraum des Instrumentalvereins ist nur angemietet, für die Immobilie wird ein Käufer gesucht, und auch das bisheriger Dorfgemeinschaftshaus in der früheren Braustube besteht nur auf Abruf. Dort will der Eigentümer lieber Wohnungen einrichten.

Bürgermeister ist beeindruckt

Bei Bürgermeister Weiken stießen die umfangreichen Vorarbeiten der Altenrüthener auf Bewunderung. „So soll es sein: Die Bürger sollen ihre Ideen in das Ikek einbringen. Was Altenrüthen da bisher geleistet hat, ist beeindruckend; besser geht es nicht.“ Ob das reiche für die Förderung, wollte er von Gregor Sänger wissen und der stellte klar: „Gemeinschaftseinrichtungen, wie sie hier entstehen sollen, sind generell förderungsfähig – nicht aber reine Sanierungsmaßnahmen.“ Das heißt aber auch: Muss irgendwo in die Bausubstanz eingegriffen werden, um zum Ziel zu kommen, fallen Maßnahmen zum Lärmschutz oder energetischen Sanierung sehr wohl in die Förderung.

Eigenleistungen werden laut Sänger anerkannt und auf den Eigenanteil, den im konkreten Fall die Stadt als Eigentümer erbringen muss, angerechnet. „Wer ordentlich Eigenleistungen erbringt, hilft bei der Umsetzung von Projekten“, so der Vertreter der Bezirksregierung. Für das Altenrüthener Ratsmitglied ist dies zudem Argumentationshilfe, um das Vorhaben in der letztlich entscheidenden Politik durchzusetzen.

Bis es dort zu einer Entscheidung kommt, kann es laut Weiken bis zum Herbst dauern. Doch schon bei dem Treffen am Montag beauftragte der Johannes-Ulrich Blecke, der als Architekt bisher inoffiziell die Altenrüthener beraten hat, ein Angebot zu erarbeiten, das einen Vorentwurf für das Dorfgemeinschaftszentrum beinhaltet. „Das alles hört sich für uns sehr gut an“, freute sich Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx.

Quelle: wp.de - Armin Obalski

Dorftreffpunkt: Altenrüthen hofft auf Hilfe

Dass den Altenrüthenern die Umgestaltung der Gemeindehalle zu einem Begegnungszentrum der Vereine auf den Nägeln brennt, zeigte sich am Montagabend auch an der großen Resonanz: Ein Dutzend Altenrüthener kamen zum dritten Forum für das Interkommunale Entwicklungskonzept (wir berichteten).

Dass den Altenrüthenern die Umgestaltung der Gemeindehalle zu einem Begegnungszentrum der Vereine auf den Nägeln brennt, zeigte sich am Montagabend auch an der großen Resonanz: Ein Dutzend Altenrüthener kamen zum dritten Forum für das Interkommunale Entwicklungskonzept (wir berichteten).

„Die Resonanz war sehr gut“, betont Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx im WP-Gespräch. Dies ist umso erstaunlicher, da das letzte Forum quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, so klein war das Interesse. „Dieses Mal waren Bürger aus mehreren Orten da. Wenn man sich mit dem Thema Ikek beschäftigt, bekommt man auch Interesse daran.“

Bürokratischer Prozess

Wobei Ikek andererseits auch fürchterlich bürokratisch sei, sich der Findungsprozess viel zu lange hinziehe. „Keiner weiß, was wir an Zahlen bringen müssen. Wir können nur der Stadt gut zuarbeiten“, so Wiegelmann-Marx.

Auf jeden Fall habe Altenrüthen beim Ikek keine schlechte Position. „Die Planungsbüros sehen den Handlungsbedarf an der Gemeindehalle. Doch das Zünglein an der Waage wird der Stadtrat sein. Wir müssen uns gut überlegen, wie wir die Politik auf unsere Seite bekommen.“ So müsse überlegt werden, inwieweit man Eigenleistung, Spenden über Crowdfunding oder Beteiligung an den laufenden Kosten in die Waagschale werfen könne. „Man muss dem Rat auch etwas anbieten.“

Entscheidendes Gespräch

Ein entscheidendes Gespräch steht den Altenrüthenern am Montag bevor. Dann sehen sich Mitarbeiter der Bezirksregierung das Vorhaben vor Ort an. „Und dann müssen wir gucken, wie wir den Bürgermeister überreden können uns grünes Licht für den Architekten zu geben.“ Weiken stellte auf der Versammlung klar: „Es entscheidet der politische Wille, wo es mit den Projekten hingeht. Wir machen das Ganze ja nicht für die Schublade. Wir wollen Kapital daraus schlagen.“


Die Altenrüthener entwickeln Ideen, um ihren Ort attraktiv zu halten

Hausaufgabenbetreuung und Ferienspiele, ein Dorfarchiv und ein Raum der Stille – vielfältig waren die Ideen und Wünsche, die die Einwohner Altenrüthens beim Workshop zur Umgestaltung der Gemeindehalle in einen Ort der Begegnung erarbeiteten. Rund 20 Altenrüthener – von der jungen Familie bis zum Senior – arbeiteten an dem ersten Konzept mit.

Kompromisse eingehen

„Die Halle muss für alle Bereiche gut nutzbar sein, aber jeder muss auch bereit sein, Kompromisse einzugehen“, gab Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx den Teilnehmern mit auf den Weg. „Wir müssen uns von dem verabschieden, was da ist. Man muss überlegen, wie man die Halle gestalten würde, wenn man sie neu bauen würde.“

Im Plenum und in Kleingruppen ließen die Teilnehmer die Köpfe rauchen, stellten gegenüber, was derzeit an Aktivitäten in der Halle läuft und auch weiterhin stattfinden sollte, wie kfd-Karneval, Schützenfest und Sportkurse, aber auch, was in Zukunft ein Mehrwert für die Dorfgemeinschaft sein könnte. „Das ganze unter dem Motto: Vereinsaktivitäten - ein Dach für alle“, erläuterte Sandra Reiter. Für alle, das bedeutet, dass hier die Krabbelgruppe ebenso eine Heimat finden soll wie die Senioren, die hier ihr monatliches Treffen abhalten könnten. Gerade die jungen Familien würden sich wünschen, dass der Spielplatz erneuert, dort Sitzgelegenheiten geschaffen würden. Vorstellen könnten sich diese dort auch einen Grillplatz, auf dem man gemütlich zusammensitzen, der aber auch bei Festen integriert werden könnte.

„Ich bin total positiv überrascht, wie viele sich so kurzfristig bereit erklärt haben, an dem Workshop teilzunehmen“, zeigte sich Wiegelmann-Marx zufrieden. „Jeder hatte seine eignen Ideen. So wurden auch Dinge angesprochen, die ich so überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt hätte.“ Er hofft, dass sich aus diesem Vorwärts-Gefühl eine ganz eigene Dynamik entwickelt und „dass dies nicht die letzte Runde war“.

Er habe das Gefühl, dass das Dorf hinter der Idee stehe, die Gemeindehalle in ein Dorfgemeinschaftszentrum umzubauen. „Im Prinzip haben wir jetzt erst den ersten Schritt getan. Wenn wir grünes Licht für unser Vorhaben gekriegt haben, müssen wir über das Raumkonzept entscheiden.“

Viele gute Ideen

„Ich bin wirklich erstaunt, wie viele gute Ideen hier entstanden sind“, betonte Sandra Reiter. „Das zeigt, auch, dass sich alle Gedanken darüber gemacht haben, was sie für die Gemeinschaft tun können. Das ist ein Projekt, für das man viele Leute braucht – und es stärkt das Gemeinschaftsgefühl.“

Quelle: wp.de


Altenrüthener wollen Treffpunkt für alle schaffen



Die Gemeindehalle Altenrüthen soll zum Treffpunkt für alle Dorfbewohner und Zentrum der Vereinsaktivitäten umgebaut werden. Es gibt erste Pläne.

Sie soll das Herzstück der Dorfgemeinschaft und damit des gesamten Lebens im Dorf werden – die Gemeindehalle in Altenrüthen. Bestehen hier derzeit nur begrenzte Möglichkeiten der Nutzung, hofft die Dorfgemeinschaft diese mit Ikek-Mitteln zu einem Begegnungszentrum für alle Vereine und Generationen umbauen zu können. „Die Möglichkeiten sind vielfältig“, erläutert Hartmut Modes, der zur Projektgruppe Dorfgemeinschaftszentrum gehört.

Informationsgespräch mit Architekten - Besonders im hinteren Teil ist der Renovierungsbedarf nicht zu übersehen. 

Bei einem Informationsgespräch für die Vereinsvorstände stellte Architekt Johannes-Ulrich Blecke erste Pläne vor, wie die Gemeindehalle zu einem multifunktionalen Begegnungszentrum umgestaltet werden könnte. Im Vorfeld hatte die Projektgruppe bei den Vereinen abgefragt, welche Anforderungen sie daran stellen. Diese Vorstellungen setzten Blecke und seine Kollegin Judith Gröblinghoff in einem ersten Entwurf um.

Gaststätte als Herzstück des neuen Zentrums

Herzstück dieses neuen Zentrums soll eine Gaststätte sein. Hatte sich die Projektgruppe zunächst vorgestellt, diese im hinteren Teil der Halle unterzubringen, um so das Gelände zum Spielplatz für Außengastronomie mit nutzen zu können, sieht Judith Gröblinghoff hier Probleme. „Wenn wir die Fläche für die Gaststätte rausschnippeln, bleibt hinterher weniger Platz übrig für das Schützenfest.“ Außerdem müssten auch die Toiletten (bisher am Eingang) verlegt werden – ein hoher Kostenfaktor.


Al­ten­rü­the­ner tref­fen sich zur Zu­kunfts­werk­statt

Das 3. Rü­the­ner Ikek-Fo­rum, bei dem Leit­an­trä­ge fest­ge­legt wer­den, fin­det am Mon­tag, 13. Fe­bru­ar, um 20 Uhr im Rat­haus statt.

Am 20. Fe­bru­ar be­sucht die Ikek-Kom­mis­si­on Al­ten­rü­t­hen. Dorf­be­woh­ner stel­len ihr vor, wie das neue Dorf­ge­mein­schafts­haus nach dem Umbau der Ge­mein­de­hal­le ge­nutzt wer­den soll und wel­che Un­ter­schie­de zur ak­tu­el­len Nut­zung be­ste­hen.

Zur Vor­be­rei­tung auf diese Ter­mi­ne sind alle Dorf­be­woh­ner zu einer Zu­kunfts­werk­statt ein­ge­la­den. Sie fin­det am Sams­tag, 11. Fe­bru­ar, von 9.30 bis 16 Uhr im Dorf­ge­mein­schafts­haus statt.

In meh­re­ren Ar­beits­grup­pen sol­len mög­lichst viele Ideen ge­sam­melt, dis­ku­tiert und aus­ge­wer­tet wer­den. Zur Be­grü­ßung gibt es ab 9 Uhr Kaf­fee. Für wei­te­re Ge­trän­ke und einen Mit­tags­im­biss ist ge­sorgt.

Ihr Alternativvorschlag: Die Kneipe in den Bereich von Garderobe und Küche setzen, außerdem den halben Speiseraum mitnutzen. In der anderen Hälfte des Raumes könnte dann die neue Küche untergebracht werden. Ein Multifunktionsraum mit faltbaren Wänden, die beim Schützenfest zusammengeschoben werden könnten, würde Platz beispielsweise für Beerdigungskaffee, Seniorennachmittag, Frauenkarneval und Sportkurse bilden. Ebenfalls ein Zuhause finden sollen im neuen Dorfgemeinschaftszentrum die Krabbelgruppe und der Instrumentalverein Altenrüthen, der einen Probenraum – der auch für kleinere Konzerte genutzt werden könnte – mit Abstellraum erhält.

 

Halle würde qualitativ deutlich aufgewertet

Einen Mehrwert für das ganze Dorf versprechen sich die Vereine von der Umgestaltung der Halle, die zudem arg in die Jahre gekommen ist, und so qualitativ in mehrerer Hinsicht aufgewertet würde. „Ein wichtiger Punkt ist das bessere Zusammenspiel der Vereine, die unter einem Dach zusammenkommen und sich austauschen können“, so Modes. „Der Beerdigungskaffee bekäme einen würdigeren Rahmen. Der Sportverein könnte sein Kursangebot ausbauen, weil die Räumlichkeiten viel flexibler wären“, nannte er einige positive Beispiele. Leseübungen, Computerkurse für Senioren, Vorträge und kreative Angebote waren weitere.

Räumlichkeiten sollen Gemütlichkeit ausdrücken

„Wir können das dörfliche Leben hier zusammenführen“, fügte Michael Müller hinzu. „Die Räumlichkeiten sollen Gemütlichkeit ausdrücken“, betonte Ortsvorsteher Klaus Wiegelmann-Marx. Beim 3. Ikek-Forum am 13. Februar hofft er auf viele Altenrüthener, die das Projekt mit nach vorne bringen. Ende des Monats soll dann eine Dorfversammlung stattfinden. „Schließlich sind die Altenrüthener diejenigen, die das Gebäude mit Leben füllen sollen“, so Wiegelmann-Marx.


Lösung gesucht für Zukunft der Gemeindehalle



Die Gemeindehalle in Altenrüthen ist ein Sanierungsfall. Damit sie eine Zukunft hat, wird ihr Umbau zum Dorftreffpunkt mit Ikek-Geld angestrebt.

Sportverein, Musikverein, Dorfgemeinschaft und kfd – sie alle nutzen mehr oder weniger die Altenrüthener Gemeindehalle. Vor allem aber ist sie für den Schützenverein als Veranstaltungsort das Herzstück seines jährlichen Schützenfestes. Nur ist dieses Herz krank. Der hintere, große Teil der Halle ist ein Sanierungsfall.

So ist der aktuelle Zustand

Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx nutzte die Mitgliederversammlung des Schützenvereins, um die Situation des Gebäudes, das der Stadt gehört, darzustellen. Eingangsbereich und Speiseraum hatten die Schützen mit viel Eigenleistung – und finanzieller Unterstützung der Stadt – vor einigen Jahren renoviert, vor allem unter Gesichtspunkten des Schallschutzes. 
Die Lage im hinteren, großen Teil der Halle ist dagegen weiter ungemütlich: Die Fenster sind einfach verglast, die Mauern nicht isoliert, das Dach undicht. Und das ist laut des Ortsvorstehers auch kein Wunder: Seit 1974 sei an dem Gebäude außer eines Innenanstrichs nicht viel gemacht worden. „In zehn Jahren ist die Halle nicht mehr nutzbar“, fasste er zusammen.“

Meinungsbild bei Dorfversammlung

Das Bauwerk soll fit für die Zukunft gemacht und zum zentralen Treffpunkt für alle Dorfbewohner umgestaltet werden. Von Schützenfest bis Beerdigungskaffee – so umriss der Ortsvorsteher die Bandbreite der Nutzungen. Der Dorfverein, dessen Vorsitzender er ist, würde dafür sogar sein Dorfgemeinschaftshaus in der Braustube aufgeben. „Es gibt Überlegungen, die Halle zum Dorfgemeinschaftszentrum umzubauen mit Geldern aus dem Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept“, erklärte der Ortsvorsteher. Zu 67,5 Prozent werden Kosten von Maßnahmen gefördert, die den Sprung in das Konzept schaffen. Wiegelmann-Marx berichtete von positiver Resonanz bei Stadtverwaltung und Politik. „Die Vorzeichen stehen gar nicht so schlecht“, urteilte er und fügte an: „Wir in Altenrüthen können das nicht bezahlen.“ Konkrete Planungen gibt es noch nicht, auch ein Architekt ist noch nicht hinzugezogen worden. „Wir wollen keine Kosten produzieren, so lange es keine Förderzusage gibt“, erläuterte Claus Wiegelmann-Marx.

Das sagen die Schützen

Nicht möglich sei dem Schützenverein, sich finanziell an Renovierung und Umbau der Gemeindehalle zu beteiligen, erklärte Vorsitzender Klaus Müller. Arbeitsleistungen und Mietzahlungen warf er stattdessen in die Waagschale. Dem Vorstand aber sei klar: „Die Halle muss für alle erhalten werden.“ Zuversichtlich zeigte sich Bernhard Adams, dass dies gelingen werde. „Es hat immer funktioniert, wenn wir sagen, wir machen etwas.“ Eines aber müsse geklärt werden, bevor auch nur ein Euro fließe, nur ein Handschlag getan werde: Die Lärmbelästigung der Anlieger und ob die Halle daher überhaupt wie geplant nutzbar sei. Hier haben die Altenrüthener leidvolle Erfahrungen gesammelt.

Aus dem Vereinsleben

Im Mittelpunkt des offiziellen Programms standen Wahlen zum Vorstand des Schützenvereins. Bestätigt wurden: Klaus Müller (Vorsitzender), Torsten Reiter (Kassierer), Thomas Henne (Leutnant), Mark Wiegelmann (Adjutant), Erik Fechner, Ingo Wittig und Michael Bentler (Beisitzer) sowie Wolfgang Radin, Christian Müller und Michael Pajkic (Männerfahnenabordnung). Die Abordnung an der Ehrenfahne bilden wie bisher Andre Lips und Walter Falkner sowie Jan Schrewe (für Hartmut Modes). Komplett neu besetzt wurde die Fahnenabordnung der Jungschützen mit Jan Laube, Joel Plesser und Frank Beukmann. Sie lösen Christoph Eigemeier, Niklas Rodehüser und Maximilian Prinz ab. Beschlossen wurden Satzungsänderungen, um das Amt des Geschäftsführers, 2016 auf Beschluss der Versammlung neu geschaffen, zu verankern. Außerdem wird Mitgliedern künftig erst zum 70. Geburtstag persönlich gratuliert.