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Schützen diskutieren Stiftungsgründung

 

Wenn der Stadt das Geld fehlt, werden die Altenrüthener eben selbst aktiv: Die Einwohner denken darüber nach, eine eigene Stiftung zu gründen, um Geld zu sammeln – vor allem als Eigenkapital für den geplanten Umbau ihrer sanierungsbedürftigen Gemeindehalle, aber auch für weitere gemeinnützige Zwecke. Darum ging es jetzt auch in einer Generalversammlung des örtlichen Schützenvereins.

Spielgeräte, Dorfgemeinschaftshaus und eventuell gar der Ankauf von Immobilien, die ins Eigentum fließen könnten, nannte Daniel Schirk, Geschäftsführer des Schützenvereins, mögliche Investitionen der Stiftung. Die Gründung einer solchen diskutierten die Schützen am Samstagabend im Speisesaal ihrer Gemeindehalle. Zu bedenken sei aber auch die Verfügbarkeit des Geldes, schüttet eine Stiftung üblicherweise nur die Erträge aus. Deshalb könne ein Crowdfunding eine ergänzende Alternative sein. Dazu möchte sich die Dorfgemeinschaft, zu der auch viele Schützen gehören, in nächster Zeit schlau machen.

Auch bei ihren Regularien blickten die Schützen in die Zeit. Schirk waren – neben dem eigenen Schützenfest – besonders die Briloner Schnade, das Kreisschützenfest und das von den Schützen organisierte Oktoberfest in guter Erinnerung. Im Ausblick freuen sich die Schützen auf das Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Kassel am 20. Februar in der Gemeindehalle.

Erstmals ein Orden für
80 Jahre Vereinstreue

Danach wartet Freude und Arbeit auf den Verein, wenn am 29. März eine Versammlung des Kreisschützenbundes mit rund 500 Schützen in Altenrüthen stattfindet.

Das heimische Hochfest wird vom 29. bis 31. Mai gefeiert. Dafür müssen die Schützen noch einen neuen Orden entwerfen, denn einen Jubilar wie Josef Ratte hatten sie bisher noch nicht: Er ist seit 80 Jahren Vereinsmitglied. Auf 60-jährige Mitgliedschaft blicken Kurt Krause und Reinhard Müller. Elisabeth Hartmann ist 40-jährige Jubelkönigin, vor 25 Jahren regierten Barbara und Heinrich Beukmann.

Weitere Termine: Dorfaufräumen ist am 13. April und am 9. November, am 6. Juli ist im Ort ein Sommerfest aller Vereine geplant.

Vorsitzender Klaus Müller hatte eingangs die Schützen und Ehrengäste begrüßt. Nach dem Kassenbericht von Torsten Reiter leitete er die Wahlen, bei denen Oberst Ralf Schulte-Steffens einstimmig wiedergewählt wurde. Das Amt des Adjutanten übernimmt Niclas Rodehüser von Mark Wiegelmann. Auch Reitkenntnisse sind dafür von Nöten, führt der Adjutant doch den Festumzug in Altenrüthen hoch zu Pferde an. Diese seltene Tradition soll fortgeführt werden.

Wiedergewählt wurde Leutnant Jan Laube. Schießoffizier Christoph Adams kandidierte nach vielen Jahren nicht mehr und schlug Ingo Wittig als seinen Nachfolger vor, die Versammlung folgte dem einstimmig. So waren auf dem Beisitzerposten die Positionen von Niclas Rodehüser und Ingo Wittig freigeworden, ihre Nachfolger sind Niklas Adams und Christoph Eigemeier, Erik Fechner wurde als Beisitzer bestätigt.

Die Männerfahne tragen weiterhin Wolfgang Radin, Christian Müller und Marco Friedrich, die drei wünschen sich aber eine neue Koppel. An der Jungschützenfahne wurden Alexander Radin, Joel Plesser und Frank Beukmann bestätigt. Die Ehrenfahne tragen Andre Lips und Walter Falkner nach dem Ausscheiden von Jan Schrewe künftig mit Bernd Becker. Ein Bericht über die Ehrungen vom Pokalschießen folgt. 

Quelle: derpatriot.de - Marcus Kloer



Bernd Heinze ist Geckkaiser in Altenrüthen



17 Geckkönige traten beim ersten Geck-Kaiserschießen in Altenrüthen an, einer war erfolgreich: Bernd Heinze ist erster Geckkaiser Altenrüthens.

141 Schuss hielt „Hans Dampf“ aus – prophezeit hatte Vogelbauer Thomas Henne 140 Schuss – dann stand es fest: Bernd Heinze ist der erste Geckkaiser des Schützenvereins Altenrüthen. Vielleicht hatte der Sichtigvorer einen kleinen Vorteil gegenüber seinen 16 Mitbewerbern um die Kaiserwürde, hat er doch als Vogelbauer bereits rund 40 Vögel gebaut. „Da weiß man, wo man hinzielen muss“, schmunzelte der frisch gebackene Kaiser, der strahlend seine Ehefrau Anja, die aus Altenrüthen stammt, in den Arm nahm: „Hab ich es dir nicht gesagt? Ich hab echt davon geträumt.“

Ein Kaisertitel fehlte dem 36-Jährigen noch in seiner Schützen-Trophäensammlung: 2008 schoss er bei der Schützenbruderschaft St. Georg Sichtigvor mit dem 585. Schuss den Vogel ab, ein Jahr später wurde er Geckkönig in Altenrüthen und nun ist er Geckkaiser. „Wir sind morgens extra aus Bayern zurückgekommen, damit wir pünktlich beim Schießen sind“, erzählte Heinze.

Reinhard Bödger bringt meiste Erfahrung mit


Zu diesem waren insgesamt 17 Aspiranten angetreten, von denen Reinhard Bödger, der 1974 den Geck abschoss, wohl die meiste Erfahrung hat. Schließlich war er nicht nur Geckkönig und Schützenkönig, sondern ist auch der amtierende Kaiser des Schützenvereins. Den vierten Orden hätte er sich gerne noch angeheftet, doch es kam anders.

Wobei sich die Schützen zunächst auf einen langen Wettkampf einstellten, hielt sich der Geck doch tapfer im Kugelfang und ließ auch seine Insignien nicht los. Im dritten Durchgang errang Reinhard Bödger schließlich das Fass. „Er ist nicht umsonst Kaiser geworden“, meinte Burkhard „Howie“ Rüther anerkennend. Nur zwei Schuss später machte es ihm Erik Fechner nach und schoss den linken Arm samt Fliegenklatsche ab. Lediglich die Krone hielt sich noch etwas länger auf dem Kopf von „Hans Dampf“.

Kopflos machte diesen Bernd Henne. „Ich hab kurz unter die Schraube gehalten“, wunderte der sich doch etwas über den Treffer. Dass das von ihm beschworene „Fichtenmoped“ nicht mehr zum Einsatz kam, dafür sorgte schließlich Bernd Heinze, der mit den übrigen Schützen bis tief in die Nacht feierte.

Umbruch beim Geckschießen


Dafür, dass das Geck-Kaiserschießen genau in diesem Jahr Premiere feierte, gibt es einen guten Grund, wie Oberst Ralf Schulte-Steffens erläuterte. „Das Geckschießen hat eine lange Tradition, aber vor 20 Jahren gab es einen Umbruch: Aus Mangel an Geck-Königinnen läuft der König seitdem mit seinen Bediensteten.“

Die männlichen Königinnen hätten die Jahre zuvor immer geklagt, wenn die abrasierten Brusthaare nachwuchsen. „Außerdem klagten viele über anzügliche Bemerkungen wegen der lackierten Fuß- und Fingernägel.“ Daher wurde das Geckschießen aufgewertet und erfreut sich seitdem eines regen Interesses – und erlebte mit dem Kaiserschießen nun einen besonderen Höhepunkt.

Quelle: Armin Obalski - derwesten.de


Wolfgang Radin neuer König in Altenrüthen

 

Mit dem 122. Schuss wurde Wolfgang Radin König des Schützenvereins Altenrüthen. Zur Königin erkor er seine Frau Stefanie.


Siegerschütze eine Klasse für sich



Bei der Versammlung der Altenrüthener Schützen wurden die Sieger des Pokalschießens gekürt. Dabei war Thomas Henne eine Klasse für sich. Er siegte in der Juniorenklasse vor Kevin Donner und Andre Kettler (4.v.l.), sicherte sich den Königspokal vor Ingo Wittig (3.v.l.) und Christoph Adams (l.), gewann den Wanderpokal der Schießgruppe und rundete alles mit dem dritten Platz beim Geckkönigspokal ab. Bei den Senioren siegte Ingo Wittig vor Ralf Schulte-Steffens (2.v.l.) und Daniel Schirk (r.). Der Geckkönigspokal ging an Kevin Donner, der sich vor Schulte-Steffens durchsetzte. - Foto: Kloer


 Klaus Müller erledigt Adler



„Oben bleibt der Vogel jedenfalls nicht“, erklärte Klaus Müller beim Vogelschießen in Altenrüthen. „Das ist mein Plan – einen Plan B gibt es nicht“, erklärte der Vorsitzende des Schützenvereins und machte sich selbst an die Umsetzung, nachdem eine Zeit lang Flaute am Gewehr geherrscht hatte. Und siehe da: Auf einmal gesellten sich zwei, drei weitere Schützen zu ihm unter die Stange, die Schießwillen bewiesen. Doch weder Michael Müller, noch Wolfgang Radin oder Markus Helle war Erfolg beschieden. Klaus Müller selbst erledigte mit dem 132. Schuss den noch recht kompakten Adler.

„Papa, jetzt haben wir das Theater zugange“, raunte Klaus Müller später bei der Gratulationsrunde seinem Vater Friedel, seines Zeichens Ehrenvorsitzender des Schützenvereins, ins Ohr. Doch ganz ernst gemeint war das mit dem Theater kaum, schließlich weiß der 43-Jährige selbst nur zu gut, was es heißt und wie viel Spaß es macht König zu sein. Bereits vor einigen Jahren hatte er schon einmal den Vogel abgeschossen.

„Das darf ja wohl nicht wahr sein“, staunte Ehefrau und Königin Katja, nachdem sie die freudige Nachricht bekommen hatte. Mit zur Familie gehören außerdem Jan (16) und Ben (3). Um eines jedenfalls braucht sich der vom Beamten bei der Post zum König avancierte Klaus Müller keine Sorgen zu machen: „Ich trage für dich die Post aus“, versprach im Überschwang der Gefühle Alfons Wolf.

Bei diesen (Glücks-)Gefühlen schwang auch ein wenig Erleichterung mit. Während der nunmehrige Ex-König Mark Wiegelmann schon mit dem ersten Schuss die Krone, Oberst Ralf Schulte-Steffens mit dem 22. den Apfel und dann Michael Müller mit dem 31. Schuss das Zepter zu Boden geholt hatte, herrschte unter dem strahlend blauen Frühlingshimmel Flaute – am Gewehr jedenfalls. Dass die Schießoffiziere Christoph Adams und Andre Kettler dieses zwischendurch austauschen mussten, hatte jedenfalls nichts mit einem ungestümen Andrang zu tun.

Noch einer der Mutigsten war Michael Hüske, allerdings ging diesem Markus Denkler als sein Lieblings-Schießpartner von der Fahne. Schon beschrieb Mark Wiegelmann das Horrorszenario von „Stündlich ein Schuss“ und sogar Pastor Stefan Gosmann wurden schon gute Chancen auf die Königswürde vorhergesagt – wenn er denn nur schießen würde. „Eine Königin finde ich für Sie – das kann ich“, bot Eric Fechner Hilfe an.

Dann aber wurde es Klaus Müller zu bunt: „Mach das Gewehr mal scharf“, wies er Schießoffizier Christoph Adams an. Gesagt, getan – und der Rest ist Schützenfestgeschichte.

Armin Obalski - derwesten.de


Schützen brauchen einen Mann mehr




Um einen Mann erweitert hat der Schützenverein Altenrüthen seinen engeren Vorstand. „Der Arbeitsaufwand ist in den letzten Jahren immens gestiegen“, so Vorsitzender Klaus Müller.

Um einen Mann erweitert hat der Schützenverein Altenrüthen seinen engeren Vorstand. „Der Arbeitsaufwand ist in den letzten Jahren immens gestiegen“, bereitete Vorsitzender Klaus Müller die Mitglieder bei der Generalversammlung auf die zusätzliche Wahl vor. „Vor fünf Jahren reichte es aus, eine E-Mail zu verschicken, um die Genehmigung für das Vogelschießen zu bekommen; heute ist eine Fülle an Anträgen auszufüllen“, nannte er als Beispiel. „Für den Geschäftsführer ist das ohne Beeinträchtigung des Familienlebens nicht mehr zu leisten.“

Michael Müller ist der neue Mann auf dem „Entlastungsposten“, der Geschäftsführer Daniel Schirk insbesondere, aber auch dem übrigen Vorstand hilfreich zur Seite stehen soll. Über die genauere Aufgabenverteilung will man sich intern einigen. Einstimmig gewählt wurde Müller zunächst für zwei Jahre, nachdem zuvor aus der Versammlung Stimmen laut geworden waren, ob es nicht einer Satzungsänderung bedürfe, um einen neuen Posten zu installieren. Dem, so die Meinung des Vorstandes, ist aber nicht so. Zum geschäftsführenden Vorstand – der auch im Vereinsregister eingetragen ist – gehören ohnehin nur Vorsitzender und Geschäftsführer, außerdem lasse die Satzung Spielräume bei der Aufgabenverteilung wie auch der Zahl der übrigen Mitglieder des erweiterten Vorstandes. „Es handelt sich nur um ein Hinzufügen, keine Änderung der Satzung“, meinte Klaus Müller. Damit war das Thema vom Tisch, wie überhaupt alle Punkte in größter Einmütigkeit abgehandelt wurden.

In Hütte investiert

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Schützenverein seinen Vertrag mit der Brauerei Veltins verlängert. Das daraus fließende Geld war „ein Beitrag zur Finanzierung des größten Bauprojektes, das wir seit langem hatten“, wie Daniel Schirk berichtete. Dabei handelte es sich um An- und Ausbau der Hütte an der Vogelstange, die dadurch „zu einem repräsentativen Objekt geworden“ sei. In Zahlen kleidete Kassierer Torsten Reiter das Projekt, in das demnach 16 000 Euro investiert wurden. Zufrieden zeigte er sich auch mit dem erstmals veranstalteten Oktoberfest, das seinen Beitrag zur Finanzierung des übrigen Vereinslebens leistete. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen. Allerdings haben in diesem Jahr neben dem Schützenfest der Schnadgang, das Kinderschützenfest und die Teilnahme am Bundesschützenfest in Bad Westernkotten Priorität.

In seinem Jahresbericht blickte Daniel Schirk auf die Besonderheiten 2015 zurück, darunter das doppelte Vogelschießen, das erforderlich geworden war, weil Ingo und Melanie Wittig aus privaten Gründen zurückgetreten waren.

Ralf und Claudia Schulte-Steffens waren das erste, kurzzeitige neue Königspaar, Mark und Mareen Wiegelmann sind seitdem im Amt. Herausragend war außerdem die Verabschiedung von Pastor Dieter Moors.

Kurz fasste sich Andre Kettler in seinem Bericht über die Schießgruppe, hatte sich diese doch 2015 nur drei Mal mit durchschnittlich sieben Teilnehmern getroffen. Im neuen Jahr solle das Schießen attraktiver werden, versprach Kettler, u.a. auch dadurch, dass man vom Freitagabend als Termin abweichen und beispielsweise ein Schieß-Frühstück anbieten will.

Armin Obalski - derwesten.de